Haushalt Krettenhofstraße und sicherer Schulweg im Gespräch

Rechberghausen / Werner Schmidt 08.02.2018

Ganz im Zeichen des Euro stand die Februar-Gemeinderatssitzung in Rechberghausen. Fast ein Dutzend Seiten umfassten die Anträge und Wünsche, die die Parteien zum Haushalt für 2018 äußerten. Zuvor aber durfte Kämmerer Heiko Grimal die frohe Kunde verbreiten: Anfang Januar waren die Schlusszahlungen der Gewerbesteuer für das vierte Quartal 2017 bekannt geworden. Daraus ergab sich eine Nachzahlung von etwa 66 800 Euro. Im Haushalt stieg daher der Planansatz auf 3 537 800 Euro.

Ein Partei übergreifender Wunsch ist der Ausbau der Krettenhofstraße und die ganzjährige Öffnung durch Einführung eines Winterdienstes (CDU). Eine von den Unabhängigen Bürgern und der SPD geforderte Veranstaltung mit den Nachbargemeinden und Vertretern des Bundes, Landes und Landkreises, um „realisierbare Lösungen“ für den Verkehr auf der B 297 zu finden, strebe sie für das erste Halbjahr 2018 an, versprach Bürgermeisterin Claudia Dörner.

Eine lange und letztlich fruchtlose Diskussion wurde geführt über die Ertüchtigung eines Waldweges, der als sicherer Teil des Schulwegs Haldenäcker II ins Gespräch gebracht worden war. Allein für die notwendige Beleuchtung entlang des in Privatbesitz befindlichen Teil des Wegs wären 17 000 Euro notwendig geworden. Den Waldweg so auszubauen, dass er mit Kinderwagen befahren werden könnte, hätte weitere 67 000 Euro gekostet. Der Eigentümer des privaten Wegteils hatte schon mitgeteilt, er habe kein Interesse an einem Ausbau. Dazu kam die Argumentation, dass die Schüler sicher nicht diesen Umweg in Kauf nehmen würden, auch wenn er sicherer wäre. Letztlich müssten sie doch ein stückweit an der Straße entlang gehen: „Wir wollen einen sicheren Weg schaffen. Es kann nicht Ziel sein, einen Weg zu schaffen, der letztlich nicht angenommen wird“, argumentierten die Kommunalpolitiker. Man müsse auch mal bodenständig bleiben und die Kinder so erziehen, dass sie lernen, sich im Verkehr sicher zu bewegen: „Die Kinder, die ständig in die Schule gefahren werden, sind die, die bei der Fahrradprüfung durchfallen“, wurde argumentiert.

Auch für einen angeregten Zebrastreifen bestünden wenig Chancen, sagte Bürgermeisterin Claudia Dörner. Der bedürfe einer verkehrsrechtlichen Anordnung des Landratsamtes und unterliege bestimmten Kriterien, nämlich einer Mindestanzahl von Fußgängern, die die Straße überqueren, und einer Mindestzahl von Autos, die dort entlangfahren. Danach wäre ein Zebrastreifen möglich bei 200 bis 300 Fußgängern und 50 bis 100 Autos pro Stunde: „Sofern diese Zahlen nicht erreicht werden, genehmigt das Landratsamt keinen Fußgängerüberweg.“ Allerdings schlug sie vor, die Anregung während einer Verkehrsschau nochmal ins Gespräch zu bringen.­

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