Göppingen/Birenbach Krettenhofstraße: Neuer Zwist wegen Schleichweg

Wer vom Oberholz die Lenglinsteige herunter kommt soll geradeaus Richtung Krettenhöfe weiter fahren können. 
Wer vom Oberholz die Lenglinsteige herunter kommt soll geradeaus Richtung Krettenhöfe weiter fahren können.  © Foto: Carlucci
Göppingen/Birenbach / Arnd Woletz 12.02.2019
Beim umstrittenen Schleichweg von den Krettenhöfen zum Göppinger Oberholz bahnt sich neuer Zwist an, wenn es um die Begradigung geht.

Wann immer das Thema Krettenhofstraße im Göppinger Gemeinderat aufgerufen wird, drohen die Meinungen auseinander zu gehen. Am Donnerstag soll das Gremium  die planerischen Grundlagen für eine Begradigung der beliebten Ausweichstrecke  im Bereich Bartenbach legen, den geänderten Flächennutzungsplan und Bebauungsplan dafür auf den Weg bringen (siehe Infokasten). Wenn die zugehörigen Baupläne irgendwann umgesetzt werden, ist die Spitzkehre bei der Bartenbacher TSV-Gaststätte überflüssig: Wer vom Oberholz die Lenglinsteige herunter kommt, kann dann die Kreisstraße 1407 überqueren und über eine neue Steilstrecke bergauf Richtung Krettenhof rollen.

Das ist zwar nichts Neues, aber hinter den Kulissen schon umstritten. Denn Stadträte wie Wolfgang Berge (FWG)  wittern eine „Salamitaktik“. Erst sei der Fahrbahnbelag der viel benutzten Ausweichstrecke erneuert worden, nun werde die Strecke begradigt. „Nicht lange mehr, dann wird der Abzweig im Oberholz ,entschärft’ – also ausgebaut, verbreitert, höhenmäßig angepasst/abgesenkt“, so Berges Prognose. Später dann werde die Passage Richtung Oberholz begradigt. Darunter leide Bartenbach und Teile Göppingens mit mehr Verkehr.

Berges Fraktionskollege Rudi Bauer hat da beispielswesie eine andere Meinung, denn man müsse „das Gesamtbild sehen“. Die Krettenhofstrecke entlaste nicht nur Birenbach und Rechberghausen, sondern auch den Stadtbezirk Bartenbach und den Göppinger Norden. Diese Meinung teilen auch andere Stadträte.

Irgendwann müsse auch das Thema einer Übernahme der Strecke durch den Landkreis erneut aufs Tapet, sagt Bauer. Diese Höherstufzung scheiterte vor wenigen Jahren an der Ablehnung durch den Landkreis. Der ehemalige Feldweg ist deshalb noch immer als sogenannte Gemeindeverbindungsstraße eingestuft.

Das Verkehrsaufkommen kann es aber längst mit einer Landesstraße aufnehmen. Deshalb werde das Thema irgendwann wieder diskutiert werden müssen, findet Bauer. „Die Krettenhofstraße ist einer Kreisstraße schon längst würdig.“

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Welche Pläne geändert werden müssen

Planungsrecht Im Zuge des vom Göppinger Gemeinderat  vor knapp zwei Jahren beschlossenen „sanften Ausbaus“ der Krettenhofstrecke soll auch die Kreuzung mit der K 1407 umgestaltet werden. Von dort soll ein 300 Meter langer neuer Straßenabschnitt Richtung Krettenhöfe führen.  Die nötigen Grundstücke von etwa 10 000 Quadratmetern Größe  sind bisher als landwirtschaftliche  Flächen vorgesehen. Der Flächennutzungsplan muss entsprechend geändert werden. Parallel dazu muss die Stadt Göppingen einen Bebauungsplan erstellen.

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