Bank Kreissparkasse fasst zwei Filialen zusammen

Die Kreissparkasse zieht nach der Sanierung in das Gebäude beim Kreisverkehr an der EWS-Arena. Dort war zuletzt „Matratzen Concord“ untergebracht.
Die Kreissparkasse zieht nach der Sanierung in das Gebäude beim Kreisverkehr an der EWS-Arena. Dort war zuletzt „Matratzen Concord“ untergebracht. © Foto: Giacinto Carlucci
Göppingen / ARND WOLETZ 20.01.2017

Die Kreissparkasse wird ihre zwei Standorte am Rosenplatz und an der Nördlichen Ringstraße im Reusch zu einer größeren Einheit zusammenfassen. Dafür soll die städtische Wohnbau das etwa 90 Jahre alte Gebäude am Kreisverkehr bei der EWS-Arena, in dem zuletzt das Geschäft „Matratzen Concord“ untergebracht war, umfassend sanieren. Die Kreissparkasse wird dann langfristiger Mieter in den Räumen im Erdgeschoss sein. Das Gebäude bleibt im Eigentum der Wohnbau.

Die Kundenfrequenz in den beiden Filialen, die die Kreissparkasse aufgeben wird, war in den vergangenen Jahren rückläufig. Die Bank verfolge mit einer größeren Filiale das Ziel, auf die Bedürfnisse der Kunden einzugehen, betonte Thomas Wolf, Pressesprecher der KSK. „Es war klar, dass wir einen attraktiven Standort für die Nordstadt haben müssen.“ Der neue Platz sei sehr attraktiv, weil dort sozusagen „das Göppinger Stadttor von Norden her“ liege und eine hohe Frequenz herrsche.

Die Zufahrtsituation werde deutlich verbessert, kündigte Wolf an. Die Stadtverwaltung werde außerdem den kleinen Platz unmittelbar vor dem Gebäude, der heute im wesentlichen als Wendeplatte dient, aufwerten (siehe auch Infobox).

Das Sparkassen-Personal vom Rosenplatz und vom Reusch werde am neuen Standort zusammengeführt, so Thomas Wolf. Die bestehenden Beziehungen zwischen Beratern und Kunden blieben somit erhalten. Im Mittelpunkt stehe die Sicherstellung einer leistungsfähigen Beratung, beispielsweise auch durch optimale Vertretungssituationen. In Zeiten der Digitalisierung im Alltagsgeschäft nehme für die Filialen die Beratung unter den Anforderung der Kunden an ihre Hausbank immer breiteren Raum ein, so der Pressesprecher. Am neuen Standort werde das Kreditinstitut eine sogenannte Innovationsfiliale einrichten. Das bedeutet, dass dort alle technischen Möglichkeiten der Beratung vorhanden sein werden.

Die Entfernung der neuen Anlaufstelle betrage vom Rosenplatz gerade einmal 550 Meter, von der Reusch-Filiale 650 Meter. Derzeit werde auch noch untersucht, ob die Kreissparkasse eine Bargeldversorgung per Automat im Reusch und am Rosenplatz erhalten werde.

Als Eröffnungszeitpunkt für den neuen Standort strebt die Bank das Frühjahr 2018 an. An eine weitere Konzentration im Filialnetz sei derzeit nicht gedacht, sagte Thomas Wolf.

Wohnbau investiert kräftig

Wohnungen: Die städtische Wohnbaugesellschaft (WGG) will in dem Haus aus dem Baujahr 1925 nicht nur das Erdgeschoss umbauen, in das die Kreissparkasse einzieht. Umfangreiche Sanierungen sollen auch an der Fassade und in den Obergeschossen stattfinden. Insgesamt sollen in dem Haus künftig neun Wohnungen Platz finden, die barrierefrei erreichbar sind.

Gestaltungsbeirat: Der Gestaltungsbeirat der Stadt Göppingen hat sich vor wenigen Tagen mit dem Haus befasst. Den Architektur-Experten gilt es als „verstecktes architektonisches Juwel“, so nannte es Kurt Werner, der Vorsitzende des Gestaltungsbeirats. Das Gebäude sei ein in Göppingen selten gewordenes Beispiel für die expressionistische Architektur dieser Zeit.

Umbau: Die Sanierung beurteilte der Gestaltungsbeirat positiv. Anregungen an den Bauherrn betrafen die Integration des nördlichen Anbaus und den Wunsch, die Fensteröffnungen an der Südfassade zu belassen. Das Gebäude könne künftig als Identifikationspunkt für andere Häuser in der Umgebung dienen. Die Stadt kündigte an, auch den angrenzenden Platz aufzuwerten.

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