Ebersbach an der Fils Kraftvolle Soli, kristallklare Stimme

Die Sopranistin Cordula Hans gestaltete mit dem Organisten Ulrich Moormann das Jubiläumskonzert in der katholischen Herz-Jesu-Kirche in Ebersbach.
Die Sopranistin Cordula Hans gestaltete mit dem Organisten Ulrich Moormann das Jubiläumskonzert in der katholischen Herz-Jesu-Kirche in Ebersbach. © Foto: Gemeinde
Ebersbach an der Fils / AS 30.06.2014
Die Sopranistin Cordula Hans und der Organist Ulrich Moormann gestalteten ein Konzert anlässlich von zehn Jahren neue Rensch-Orgel in der katholischen Herz-Jesu-Kirche in Ebersbach.

Trotz strahlenden Sommerwetters und der Konkurrenz durch spannende Sportereignisse wollte eine beachtliche Zahl von Musikfreunden das musikalische Ereignis zum Orgeljubiläum erleben, das die Sopranistin Cordula Hans zusammen mit dem Organisten Ulrich Moormann, dem Regionalkantor des Bistums Fulda, gestalteten. Schon in der Zeit, als Ulrich Moormann noch Kantor in der Ebersbacher Gemeinde war, hatten die beiden verschiedentlich gemeinsam musiziert. Diese Harmonie war auch jetzt zu spüren. Dessen kompositorisches Programm war mit Sorgfalt ausgewählt, sodass sich kraftvolle Orgelsoli mit den feinsinnigen und kristallklar vorgetragenen Gesängen unter einfühlsamer Orgelbegleitung abwechselten.

Die Orgel eröffnete das Konzert mit den majestätischen Klängen der Fantasia "Komm Heiliger Geist" aus den Leipziger Orgelchorälen von Johann Sebastian Bach. Als weitere Orgelstücke, dynamisch oder auch verhalten und getragen intoniert, folgten von Felix Mendelssohn-Bartholdy die Sonate A-Dur und von J. G. Rheinberger Elemente aus der Sonate Nr. 8.

Besonders beeindruckend waren die Gesangsvorträge von Cordula Hans unter harmonischer und fein abgestimmter Orgelbegleitung aus den beiden Geistlichen Liedern "Lobe den Herrn meine Seele" und "Hebe deine Augen auf" von Antonin Dvorák. Mit ebenso lockerer wie beschwingter Stimme präsentierte die Sopranistin auch die drei geistlichen Lieder von Franz Schubert: "Die Gestirne", "Im Abendrot" und "Gott im Frühling", wobei sie mit ihrer meisterhaften Gesangskultur überzeugte.

Von dieser Vokalmusik waren die Konzertbesucher offenbar so ergriffen, dass sie sich beim vorgesehenen gemeinsamen Lied "Komme geheimnisvoller Atem" aus dem Gotteslob-Gesangbuch kaum getrauten, mutig einzustimmen. Dafür bezauberte Ulrich Moormann mit seiner Orgelimprovisation zu diesem Choral zum Abschluss die Zuhörer, wobei er mit seinem künstlerischen Talent die musikalischen Möglichkeiten der nun zehn Jahre alten Rensch-Orgel nahezu ausschöpfte.

Die Zuhörer bedankten sich mit lang anhaltendem Beifall für das anspruchsvolle Konzert.