Für den älteren Herren aus Holzheim ist klar: So geht’s nicht weiter. Was den Mann aufregt, sind 30 Krähennester, die von den Rabenvögeln in hohen Bäumen rund ums Rathaus gebaut wurden. „Alles ist voller Kot“, beschwert sich der Mann. Schon oft hätten er und Bekannte sich bei offiziellen Stellen beschwert. „Doch dann heißt’s immer: Die stehen unter Naturschutz. Ich kenn’ mich selbst nicht aus, ich bin kein Vogelkundler.“ Der Holzheimer findet: „Das einfachste wäre runterschießen.“

Doch so einfach ist das nicht. „Wir haben keine zulässigen Zugriffsmöglichkeiten, die die Krähen vertreiben könnten“, sagt der Göppinger Rathaus-Pressesprecher Dejan Birk-Mrkaja. „Dies ist im Bundesnaturschutzgesetz geregelt.“ Er bestätigt die Problematik in Holzheim: „Dies führt teilweise zu Verschmutzungen auf öffentlicher Verkehrsfläche, wobei hier Fußgängerwege nicht oder kaum betroffen sind.“ Dies sei aber kein typisch Holzheimer oder Göppinger Problem, sondern könne auch in Nachbargemeinden beobachtet werden.

Wie die Stadt Göppingen versucht, dem Problem Herr zu werden, und was der Naturschutzbund Nabu zu dem Thema sagt, lesen Sie in der Donnerstagsausgabe der NWZ sowie im E-Paper ab Mittwoch, 19 Uhr.