KOPF DER WOCHE: Traumhaftes Eigenkapital

Beiratsvorsitzende Kurt Seitzinger.
Beiratsvorsitzende Kurt Seitzinger.
SWP 08.02.2012

Zwar sieht sich Märklin mit einem Umsatz auf Vorjahresniveau (105 Millionen Euro) und einer Eigenkapitalquote von 40 Prozent wieder auf der Erfolgsspur, dennoch rechnet der weltweit größte Modellbahnhersteller mit einem Verkauf des Unternehmens frühestens 2014. Das bestätigte jetzt der Beiratsvorsitzende Kurt Seitzinger. Man müsse einem potenziellen Käufer erst einmal eine fünfjährige Erfolgsgeschichte vorlegen.

Seitzinger hatte Märklin als Chef Anfang des Jahres aus der Insolvenz geführt und war dann in den Beirat gewechselt. Als wichtigstes Ziel sieht er den Einstieg eines strategischen Investors. Ideal wäre, wenn Märklin in einen Firmenverbund eingegliedert würde, in welchem die Firma Synergieeffekte sowohl beim Vertrieb als auch im Beschaffungsbereich nutzen könne. Seitzinger macht kein Hehl daraus, dass er sich über einen Umsatzzuwachs gefreut hätte. Wesentlich wichtiger als die Höhe des Umsatzes sei aber die Tatsache, "dass wir das Jahr 2011 aus betriebswirtschaftlicher Sicht sehr gut abgeschlossen haben". Mit der Eigenkapitalquote von Märklin, die in der Bilanz zum 31. Dezember 2011 mit 40 Prozent ausgewiesen wird, ist der Beiratsvorsitzende jedoch rundum zufrieden: "Das ist ein Wert, von dem die Mehrzahl der deutschen Industrieunternehmen nur träumen kann."

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