KOPF DER WOCHE: "Es darf nicht modisch sein"

Architekt Klaus von Bock
Architekt Klaus von Bock
HEL 27.03.2013

Fast ein wenig verlegen wehrte er den Applaus ab, der aufbrandete, als er am vergangenen Freitag die Stadthalle betrat: Klaus von Bock hatte gerade den Fassadenwettbewerb für das geplante Einkaufszentrum in der Göppinger Bleichstraße gewonnen. Den Architekten aus Jebenhausen, der unter anderem auch das Nel Mezzo in Geislingen entworfen hat, zeichnet eine Bescheidenheit aus, die sich konsequent fortsetzt in der Sensibilität, mit der er seine Werke in die jeweilige Umgebung einfügt. Zahlreiche Wettbewerbserfolge mit 27 ersten Preisen sprechen eine klare Sprache. Der schnelle Kick, das Erhaschen von Aufmerksamkeit um jeden Preis sind nicht sein Ding. Dem 61-Jährigen geht es in seiner Arbeit darum, "Langzeit-Architektur" zu schaffen - "in Harmonie mit Kultur und Tradition". Von Bock, der sein Architekturbüro 1985 gegründet hat und drei Jahre später in den Bund Deutscher Architekten (BDA) berufen wurde, vergleicht die Architektur mit der Kunst, sich stilvoll anzuziehen: "Kleider machen Leute. Aber es darf nicht modisch sein." Die Zeitschrift "Schöner Wohnen" formulierte es so: "Stilvolles Bauen statt eines bestimmten Stils, lautet Klaus von Bocks Maxime." Seine eleganten Wohnhäuser seien der klassischen Moderne eines Richard Neutra oder eines Rudolf Schindler verpflichtet. Allein "für beispielhaftes Bauen in den Landkreisen Göppingen und Heidenheim" erhielt von Bock zehn Auszeichnungen.

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