Göppingen Kooperation mit dem Handwerk

Vor kurzem wurde an der Faurndauer Haierschule eine Bildungspartnerschaft mit acht Handwerksbetrieben unterzeichnet. Foto: Haierschule
Vor kurzem wurde an der Faurndauer Haierschule eine Bildungspartnerschaft mit acht Handwerksbetrieben unterzeichnet. Foto: Haierschule
Göppingen / SWP 13.01.2014
An der Haierschule wurde vor kurzem eine Bildungspartnerschaft mit acht Handwerksbetrieben unterzeichnet. Nun soll es eine Kooperation zwischen der Werkrealschule und dem Handwerk geben.

Zahlreiche Gäste, darunter alle Schüler der Klassen acht bis zehn, die Inhaber der beteiligten Handwerksbetriebe, die Schulleitung und Lehrkräfte der Haierschule, Vertreter des Schulamts, der Servicestelle "Schulwirtschaft", der Handwerkskammer Stuttgart und der Kreishandwerkerschaft nahmen an der feierlichen Unterzeichnung teil.

Schulleiterin Ingrid Stotz dankte Andrea Eberhard, die als Vertreterin der Servicestelle "Schulwirtschaft" zusammen mit dem Lehrer Achim Steiner die acht Handwerksbetriebe aufgesucht und die Bildungspartnerschaft unterschriftsreif vorbereitet hat. Denn eine gute Berufsorientierung werde an der Haierschule ernst genommen, wofür die Schule schon seit langem das "boris-Berufswahlsiegel" erhalten hat, heißt es in einer Pressemitteilung der Schule.

Emil Kesselburg vom Schulamt sieht in der Zusammenarbeit mit dem Handwerk die Möglichkeit, dass die Schüler in unterschiedlichsten Berufen Praktika absolvieren können, die für "eine gelingende Lebenskarriere absolut notwendig sind." Die beteiligten Firmen halten den Schülern alle Türen offen, indem sie verschiedene Lehrstellen, Praktika und Betriebsbesichtigungen anbieten.

"Das Handwerk hat goldenen Boden und ist relativ krisensicher, da Betriebe nicht ins Ausland verlagert werden können", meinte Klaus Heschke, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft. Eine Karriere im Handwerk wurde durch die Gleichstellung der Meisterprüfung mit dem Bachelor-Abschluss erleichtert.

Die Betriebe bieten nun Praktikumsstellen und senden auf Anfrage Auszubildende an die Schule, um ihren Ausbildungsberuf vorzustellen. Christine Messer wirbt beispielsweise für den Friseur-Beruf, indem sie Köpfe und Perücken an die Schule mitbringt und die Schüler Frisuren üben lässt.