Putzen Schmutz in öffentlichen Gebäuden

In öffentlichen Gebäuden in Göppingen wie auch in Schulen und Turnhallen wird oft nicht sauber genug geputzt, fanden auch die Stadträte und haben jetzt ein neues Konzept verabschiedet.
In öffentlichen Gebäuden in Göppingen wie auch in Schulen und Turnhallen wird oft nicht sauber genug geputzt, fanden auch die Stadträte und haben jetzt ein neues Konzept verabschiedet. © Foto: Shutterstock
Göppingen / Margit Haas 27.07.2018
Über  schlechte Reinigungsleistung in öffentlichen Gebäuden und mögliche Konzepte, das besser zu machen, wurde in Göppingen kontrovers diskutiert.

Der Hausmeister, der in der Schule oder im Rathaus wohnt, für alle Anliegen quasi rund um die Uhr Ansprechpartner ist und auch eigenverantwortlich die Reinigung des Gebäudes organisiert – er gehört in vielen Fällen  schon lange der Vergangenheit an. Zwar gibt es in den Schulen zuständige Hausmeister, Dienstwohnungen gibt es indes kaum mehr und auch diese städtischen Liegenschaften werden in aller Regel von Fremdfirmen gereinigt. Diese Arbeiten werden europaweit ausgeschrieben. Sie stehen aber auch regelmäßig in der Kritik.

Denn nicht immer ist das Reinigungsergebnis so, wie dies etwa Eltern für die Schulen ihrer Kinder erwarten. Im Gegenteil. Und auch die Lokalpolitiker hatten schon mehrmals über abstoßende Verhältnisse geklagt.  Im Göppinger Gemeinderat hatten deshalb alle Gemeinderatsfraktionen mit Ausnahme der SPD im März beantragt, ein Konzept zur Reinigung der Rathäuser und Museen, Kindergärten und Schulen oder Jugendhäuser, Sporthallen und Toilettenanlagen aufzustellen und dabei stärker auf eigene Mitarbeiter zu setzen. Dies habe – neben einer zu erwartenden besseren Reinigungsleistung – den Effekt, „dass finanzielle Mittel in direktem Umfeld bleiben“. Doch mit den von der Stadt vor wenigen Wochen vorgeschlagenen Lösungen wollten sich die Lokalpolitiker nicht anfreunden.

Christoph Weber (Grüne) hatte jetzt, als das Thema wieder einmal eingehend im Gemeinderat diskutiert wurde, einmal mehr eine eigene Reinigungsgesellschaft angeregt. Die würde allerdings zu erheblichen Mehrkosten für die Stadt führen. Von einer runden Million Euro ist die Rede. Aus diesem Grunde sprach sich die SPD-Fraktion gegen die Reinigung in Eigenregie aus, befürchtet, dass 50 neue Stellen geschaffen werden müssten. Armin Roos, Fraktionssprecher der Sozialdemokraten, will aber die jetzt verabschiedete Lösung „in zwei Jahren beurteilen und dann eventuell neue Wege beschreiten“.

Das jetzt beschlossene Reinigungskonzept, das zu einer besseren Sauberkeit führen soll, sieht neben einer besseren Ausbildung der Hausmeister eine Erhöhung des Reinigungsturnus vor. Das Rathaus und das neue Verwaltungszentrum am Bahnhof, die Museen und die Kunsthalle, das Alte E-Werk und das Bürgerhaus, das Alte Rathaus in Faurndau und die Parkhaus-Sporthalle werden von eigenen Mitarbeitenden gereinigt werden, zu einem späteren Zeitpunkt auch die Stadtbibliothek. Die Reinigungsarbeiten aller anderen städtischen Liegenschaften werden europaweit ausgeschrieben werden – wenn auch nicht alle Gemeinderäte sich davon gute Ergebnisse erwarten.

Putzleistung soll besser kontrolliert werden

Unterschiede: Alle Objekte, die von Kindern und Jugendlichen genutzt werden, werden durch eine Hausmeisterin oder einen Hausmeister als städtischem Mitarbeitenden betreut. Sie werden regelmäßig geschult.

Kontrollen: Sie oder er werden die beauftragten Gebäudereiniger täglich kontrollieren und wöchentlich Berichte schreiben. Im kommenden Jahr wird für die Kindertagesstätten eine zusätzliche Vollzeitstelle geschaffen.

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