Kontroverse Kompromiss für Straßenbau in Maitis

Maitis / Arnd Woletz 09.06.2018

 Die Maitiser Bezirksbeiräte wollen  partout verhindern, dass die vor fünf Jahren beschlossene und schon mehrmals verschobene  Reparatur der Webergasse in ihrem Stadtbezirk erneut verzögert wird. Genau das hatte die Stadtverwaltung vorgeschlagen. Grund:  Auf die Ausschreibung der Straßenbauarbeiten  habe nur ein Bieter ein Angebot abgegeben und das lag mit fast 340 000 Euro etwa  41 Prozent über dem Kostenansatz. Auch der Quadratmeterpreis sprenge  den üblichen Rahmen. „Die Firmen langen gerade bei kleineren Aufträgen kräftig zu“, schimpfte  Fachbereichsleiter Werner Hauser. Die Verwaltung schlug vor, die Ausschreibung aufzuheben und in der Hoffnung auf bessere Preise im Winter zu wiederholen.

Das allerdings rief die Maitiser  auf den Plan, die sich am Abend zuvor einhellig für den sofortigen Ausbau ausgesprochen hatten. Ingo Hagen (CDU), Vetreter aus Maitis, begründete im Ausschuss für Umwelt und Technik, die Maitiser Sichtweise unter anderem damit, dass im kommenden Jahr auch keine günstigeren Preise zu erwarten wären. Andere Stadträte sprangen ihm zur Seite: Es gehe um die Glaubwürdigkeit, hieß es mehrmals. Außerdem werde  demnächst in Maitis auch die Ortsdurchfahrt saniert.

 In Anbetracht einer zu erwartenden Abstimmungsniederlage suchte Baubürgermeister Helmut Renftle nach einem Kompromiss. Der sah so aus: Die Ausschreibung wird wie vorgeschlagen aufgehoben. Die Stadt soll aber im Gegenzug mit der Firma nachverhandeln. Die Arbeiten werden auf jedem Fall noch in diesem Jahr erledigt. Damit waren die Lokalpolitiker schließlich einverstanden.  

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