KOMMENTAR: Wer kennt das Helfensteiner Land?

RÜDIGER GRAMSCH 02.11.2012

Respekt! Die Bemühungen von Bad Ditzenbachs Bürgermeister, der Tourismusgemeinschaft "Helfensteiner Land" neues Leben einzuhauchen und sie neu aufzustellen, scheinen von Erfolg gekrönt. Im Windschatten des Diskussionsprozesses um die touristische Zukunft des Stauferkreises sind immer mehr Kommunen offensichtlich bereit, sich auf diesem Gebiet zu engagieren. Nach Schlat trat nun Gingen der Gemeinschaft bei, bald vermutlich auch Süßen und Eislingen. Und der Schultes aus der Bädergemeinde "wildert" zudem noch jenseits der Kreisgrenzen und freut sich über Lonsee und Amstetten als neue Mitglieder. Das "Helfensteiner Land" wächst und soll eigene Marketingaktivitäten entwickeln. Doch genau da beginnen die Schwierigkeiten der erstarkten Gemeinschaft. Denn wer kennt schon das Helfensteiner Land? Dieses als touristische Destination am Markt zu entwickeln dürfte kaum zu schaffen sein, hat doch schon die Schwäbische Alb massive Probleme, sich als Ferienparadies einen Namen zu machen. Jeder Euro, den das "Helfensteiner Land" ins Marketing investiert, ist deshalb ein verlorener Euro. Geld, das am Ende fehlen könnte, wenn es gilt, das Tourismus-Konzept des Landkreises umzusetzen. Dieses Papier, das in wenigen Wochen den politischen Gremien vorgestellt wird, soll schließlich Ideen für die künftige Organisationsstruktur im Tourismus im Landkreis enthalten. Ob die Tourismusgemeinschaft "Helfensteiner Land" dabei eine Rolle spielen wird, bleibt abzuwarten. Der Landkreis wird es sich jedenfalls nicht leisten können, Doppelstrukturen zu fördern.