Dass die Veranstaltung weit über nationale Grenzen hinausstrahlt, zeigt die Tatsache, dass neben neuen Ensembles immer wieder auch alte Bekannte unter den Teilnehmern zu finden sind. Und die steigenden Besucherzahlen belegen, dass das Publikum vor Ort die Qualität der Beiträge zu schätzen weiß.

Die Veranstalter loben die Atmosphäre des Festivals. Wenn Teilnehmer aus China, Israel und dem Iran über Theater diskutieren, abends zusammen an der Bar sitzen und Kontakte austauschen, dann scheint Festivalleiter Gerhart Kraner seinem Ziel, mit dem Theater zum Frieden beizutragen, näher gekommen zu sein.

Für das kleine Donzdorf waren die fünf Festivaltage ein Erfolg, aber auch eine Herkulesaufgabe. Diese reichte vom reibungslosen Ermöglichen der eng getakteten Aufführungen bis zur Verpflegung der Teilnehmer unterschiedlicher Kulturen. Gut, dass die Last auf mehreren Schultern ruhte: Stadt und Aktionstheater waren für die Organisation, der Landesverband Amateurtheater fürs fachliche Know-how zuständig. Zusammen gehalten wurde beides vom Initiator des Treffens, Gerhart Kraner. Wenn just dieser Mann nun die Kommandobrücke verlässt, sind andere gefordert, die Lücke zu füllen - damit auch 2018 wieder großes Theater im kleinen Donzdorf zu sehen ist.