Der vermeintlich letzte WM-Kampf des Cruisergewichtlers Firat Arslan endete kurios: Als der unterlegene Herausforderer aus Donzdorf ins Straucheln geriet, warf Mitveranstalter Erol Ceylan das Handtuch zum Zeichen der Aufgabe und beendete den ungleichen Kampf des 49-Jährigen gegen den 22 Jahre jüngeren Titelverteidiger Kevin Lerena.

Richtige Entscheidung trotz Regelverstoß

Ein klarer Regelverstoß, denn nur das Team von Arslan hätte das Handtuch werfen dürfen. Dennoch war die Entscheidung des Promotors richtig, denn die Gesundheit der Sportler geht vor. Wer weiß, was passiert wäre, wenn der ungleiche Kampf fortgeführt worden wäre? Bleibende Schäden sind im Boxsport nie ausgeschlossen.

Das mag für Firat Arslan nur ein schwacher Trost sein, denn eigentlich wollte er, seinem Naturell entsprechend, weiterkämpfen. Doch mit ein paar Tagen Abstand wird auch er erkennen, dass Ceylan intuitiv richtig gehandelt hat.

Mit der Niederlage nach technischem K.o. endet die lange Karriere Arslans, der erkennen muss, dass sein Traum, ältester Weltmeister aller Zeiten aller Klassen zu werden, zerplatzt ist.