Göppingen KOMMENTAR VANDALISMUS: Kein Pardon

TOBIAS FLEGEL 12.03.2014
Die Menschen haben sich an Unrat in Städten schon lange gewöhnt. Weggeworfene Dosen, Tüten oder Verpackungen an allen möglichen und unmöglichen Orten schocken sie kaum noch.

Fast ebenso abgebrüht sind sie beim Anblick von Vandalismus geworden: Kopfschütteln lösen nur noch schlimme Fälle von Sachbeschädigung aus.

Feinfühliger scheinen die Bürger im Kreis bei Müll und Zerstörung in der Natur zu sein. Säumt Plastik die Ränder von Wegen, liegen Flaschen im Wald und Wanderschilder in Feuerstellen, zürnen sie den gesichtslosen Zeitgenossen. Sie zur Rede zu stellen für ihr rücksichtsloses Verhalten ist der Wunsch vieler - allein in Erfüllung geht er meistens nicht.

Der Kampf gegen Randalierer ist oft ein aussichtsloses Unterfangen. Kaputte Mülleimer, zerschlagene Scheiben oder umgebogene Straßenschilder lohnen die aufwendige Ermittlung der Täter nicht. Doch am Ende eines Jahres können sich die Kosten für Austausch und Reparatur der beschädigten Dinge auf einen saftigen Betrag summiert haben.

Den Kampf gegen Schmutzfinken und Randalierer aufgeben sollte der Kreis nicht. Mag einer die Zerstörung kleinerer Dinge noch nachsehen können, für die schwere Zerstörung von Grill- und Spielplätzen gibt es kein Verständnis. In diesen Fällen sollten die Betroffenen keine Kosten scheuen, die Verantwortlichen aufzuspüren und zur Rechenschaft zu ziehen.