KOMMENTAR SPIELPLÄTZE: Die Mischung machts

ARND WOLETZ 26.04.2013
Die Stadt Göppingen ist mit der Sanierung und dem Neubau ihrer Spielplätze ein Stück vorangekommen. Das geplante Jahresbudget ist zwar immer noch sehr knapp.

Doch gegenüber 2007, als das Erneuerungsprogramm aufgelegt wurde, steht nun wenigstens eine einigermaßen angemessene Summe zur Verfügung. Damals hatte der Anteil der veralteten Spielanlagen noch bei 40 Prozent gelegen - damals ohne ernsthafte Aussicht auf Verbesserung. Jetzt ist nur noch jede vierte Anlage sanierungsbedürftig, so jedenfalls lautet die offizielle Lesart.

Im Vergleich zu vielen anderen Ausgaben, bei denen immer gleich mit Millionen jongliert wird, lässt sich bei den Spielplätzen also mit einem recht geringen Ausgabenzuwachs viel erreichen. Das sollte für eine Stadt, die sich gerne das Etikett familienfreundlich auf die Fahnen schreibt, keine Nebensache sein. Spielplätze sind Orte der Begegnung und Kommunikation für Kinder, Jugendliche und Eltern gleichermaßen. Es braucht keine spektakulären Abenteuer-Parcours. Spielplätze sollen sicher ausgestattet und vor allem von Scherben oder Hundekot frei gehalten werden.

Das Referat für Grünordnung zeigt, dass es das Geld richtig verteilt. Beispiele: In der Karlstraße wird ein innerstädtisches Gebiet aufgewertet, das durch andere Programme derzeit einen Schub erfahren soll. In Holzheim wird ein neues Wohngebiet mit Spielanlagen ausgerüstet. Die Mischung machts.