Ebersbach KOMMENTAR SCHULENTWICKLUNG: Heulen und Zähneklappern

KARIN TUTAS 13.03.2014
Schonungslos offenbaren sich in Ebersbach die Folgen der vermasselten Schulentwicklungsplanung des vergangenen Jahres.

Dass keine gemeinsame Lösung für eine künftig zweigliedrige Ebersbacher Schullandschaft gefunden wurde, in der auch Platz für die schwächsten Schüler ist, kann sich als Bumerang erweisen.

Das große Heulen und Zähneklappern hat begonnen. Die Stadt Ebersbach hat gegenüber ihren Nachbarkommunen gewaltig an Boden verloren. In Albershausen und Uhingen starten im kommenden Schuljahr Gemeinschaftsschulen. Während die Ebersbacher Realschule in kleinen Schritten ihr Ganztagesangebot ausweitet, geht man in Uhingen ab September in die Vollen.

Nun zeigt sich, dass nicht nur die Ebersbacher Haupt- und Werkrealschule um ihre Zukunft bangen muss. Auch Realschule und Gymnasium, die sich mit dem Thema Gemeinschaftsschule sehr schwer tun, blicken zurecht sorgenvoll auf ihre Schülerzahlen. Nicht nur Schülern aus den Umlandgemeinden, sondern Ebersbacher Kindern bieten sich weitere attraktive Bildungsmöglichkeiten.

Statt voraus zu marschieren muss Ebersbach eine Aufholjagd starten. Um die Schullandschaft attraktiv zu halten, ist vor allem Kooperationsbereitschaft gefragt und jenes Miteinander, das beim Schulentwicklungsprozess gefehlt hat. Im Interesse der Ebersbacher Kinder ist zu hoffen, dass daraus alle Beteiligten gelernt haben.