KOMMENTAR ARBEITSPLÄTZE: Verzweifelter Hilferuf

HELGE THIELE 08.10.2014
Seit Jahren macht die Staufen Arbeits- und Beschäftigungsförderung (SAB) auf die dramatische Schieflage aufmerksam. Doch alle Versuche, die örtlichen Vertreter der Bundespolitik auf die immer bedrohlicher werdende Finanzierungslücke für die SAB aufmerksam zu machen, blieben ohne Erfolg.

Seit Jahren macht die Staufen Arbeits- und Beschäftigungsförderung (SAB) auf die dramatische Schieflage aufmerksam. Doch alle Versuche, die örtlichen Vertreter der Bundespolitik auf die immer bedrohlicher werdende Finanzierungslücke für die SAB aufmerksam zu machen, blieben ohne Erfolg. Jetzt hat Karin Woyta, die Geschäftsführerin des gemeinnützigen Unternehmens mit Sitz in Jebenhausen, bei einem Besuch von SPD-Politikern einen verzweifelten Hilferuf abgesetzt. Offenbar ist die seit 17 Jahren hochengagierte und zuweilen bis an die Grenzen ihrer Kräfte schuftende SAB-Chefin diesmal nicht auf taube Ohren gestoßen. Damit wächst die Hoffnung, dass die Betreuungsangebote für Langzeitarbeitslose im Landkreis eine Zukunft haben. Es wäre eine sozialpolitische Katastrophe, wenn bei der SAB die Lichter ausgingen. Mehr als 1000 Menschen konnten in den vergangenen Jahren in reguläre Arbeitsverhältnisse vermittelt werden - ein riesiger Erfolg.

Seltsam mutet an, dass die Kreis-SPD jetzt plötzlich "wirksame Maßnahmen" von der Politik fordert. Zwar reichen die Kürzungen der Bundesmittel zurück in die Zeit der schwarz-gelben Koalition. Doch seit knapp einem Jahr ist das Arbeitsministerium in SPD-Hand - und es tut sich nichts. Daran konnte die Göppinger SPD-Bundestagabgeordnete Heike Baehrens bisher nichts ändern. Höchste Zeit, dass die Politiker - über Parteigrenzen hinweg - aufwachen anstatt zuzusehen, wie die SAB stirbt.

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