KOMMENTAR · WEISSENSTEINER STEIGE: Väterchen Frost spielt mit

INGRID ZEEB 10.02.2012

Hörbar aufgeatmet hat man vermutlich in Weißenstein, Donzdorf und den anderen Orten, die an den Umleitungsstrecken der gesperrten Weißensteiner Steige liegen. Denn die Unkenrufe haben sich nicht bewahrheitet, dass mit der halbjährigen Schließung dieser überörtlichen Verkehrsader plötzlich das Chaos ausbricht oder die Lautersteiner Firmen von ihrer Kundschaft abgeschnitten werden.

Das ist einerseits der guten Vorbereitung zuzuschreiben: Lautersteins Bürgermeister Michael Lenz wurde in den letzten Monaten nicht müde, eine optimale Zusammenarbeit der beteiligten Stellen einzufordern - von der Forstverwaltung bis zum Busunternehmen. Andererseits scheinen sich die meisten Verkehrsteilnehmer schnell auf die neue Situation eingestellt zu haben. Mit einem weiteren Verbündeten hatte man zuvor aber sicher nicht gerechnet: Väterchen Frost. Bei klirrender Kälte sind weniger Lastwagen unterwegs als bei normalen Temperaturen. Wenn überall auf den derzeit tiefgefrorenen Baustellen wieder gearbeitet werden kann, nimmt der Verkehr sicher deutlich zu.

Die Eltern der Donzdorfer Steingartenschule, die direkt an der Umleitung liegt, haben deshalb die richtige Entscheidung getroffen: Sie haben zur Sicherheit ihrer Kinder einen Schülerlotsendienst eingerichtet. 23 Firmen dürfen dank einer Ausnahmegenehmigung mit insgesamt 70 Lastwagen die Messelbergsteige befahren. Da werden die Lotsen noch viel Arbeit bekommen.

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