KOMMENTAR · UDITORIUM: Das "U" ist gut fürs Image

SWP 03.01.2012

Vielen Uhingern sind die Diskussionen im Vorfeld noch in guter Erinnerung. Die Stadtväter und -mütter haben sich damals die Entscheidung nicht einfach gemacht, ein Haus für Kultur und Begegnung zu errichten. Jedoch haben sich die Bedenken, solch ein Gebäude könne ein Klotz am Bein der Stadt sein, längst zerstreut.

Das Uditorium ist bei den Menschen angekommen und hat sich neben den Stadthallen in Göppingen, Geislingen und Eislingen als weiteres vergleichbares Veranstaltungsgebäude etabliert. Dabei hat sich gezeigt, dass die Uhinger aufs richtige Pferd gesetzt haben. Statt eines reinen Kulturhauses wurde ein vielseitig nutzbares Gebäude geschaffen, das mit einem innovativen Konzept punktet.

Das potenzielle Veranstalter gern in den gläsernen Würfel im Herzen der Stadt kommen, kommt nicht von ungefähr. Denn der Anspruch, Wohlbefinden und Gemeinschaft zu schaffen, wird im Uditorium gelebt. Zweifellos haben sich die Kulturmanagerin Nicole Schmid und ihr Team hier große Verdienste erworben. Künstler und Gäste schätzen gleichermaßen das außerordentliche Engagement und die warmherzige Betreuung, das dem Haus eine ganz persönliche Note verleiht. Nicht zuletzt macht jedoch die Vielzahl unterschiedlicher Angebote den Charme des liebevoll als "U" bezeichneten Uditoriums aus.

Die Viertelmillion Euro, die die Stadt jedes Jahr dem "U" zuschießt, ist gut angelegtes Geld. Denn das Uditorium ist ein erheblicher Imagefaktor für Uhingen. KARIN TUTAS