KOMMENTAR · SCHULE: Eine Antwort verdient

ARND WOLETZ 26.03.2013

Schulen in der Existenzkrise - das gibt es auch nach der grün-roten Bildungsreform. Das Phänomen zeigt sich im Kreis Göppingen, und zwar nicht nur in Wäschenbeuren. Die Wahlfreiheit der Eltern führt zu einigen Verschiebungen: Die Gemeinschaftsschule kommt an und wird sich etablieren. Die Realschulen stehen in der Elterngunst nach wie vor sehr gut da. Die jüngsten Anmeldezahlen bestätigen aber auch: Es sind die Werkrealschulen, die an vielen Standorten keine Zukunft mehr haben.

Es ist nur verständlich, dass die Kommunen, denen der Wechsel zur Gemeinschaftsschule von Amts wegen verwehrt wird, einen verzweifelten Kampf führen. Wäschenbeuren ist da mit seiner Klage vor Gericht Vorreiter. Weitere könnten folgen. Tatsächlich sollte die Landespolitik längst Konzepte entwickeln, was diese Kommunen dem Niedergang entgegen setzen können, wenn nicht den Wandel zur Gemeinschaftsschule. Dass die Werkrealschule im Wettbewerb kein Zukunftsmodell ist, war schließlich zu erwarten. Da ist es von der Politik zu wenig, schulterzuckend auf formale Vorgaben zu verweisen.

Außerdem ist in Einrichtungen wie in Wäschenbeuren nicht nur mit viel Herzblut an der pädagogischen Entwicklung gearbeitet worden. Daran kann es also nicht liegen. Die Kommune hat in den vergangenen Jahren auch viel Geld in das Schulgebäude investiert.

Die Menschen vor Ort und die Schulgemeinde haben eine Antwort verdient.

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