KOMMENTAR · PRIVATSCHULEN: Das Bild wird bunter

ARND WOLETZ 07.02.2012

Die Schullandschaft ist nicht gerade übersichtlich. Für Eltern wird es immer schwieriger, das Angebot noch zu überblicken und das richtige für ihr Kind auszuwählen.

Die vor eineinhalb Jahren eingeführten Werkrealschulen haben sich kaum etabliert, da kommen bald die Gemeinschaftsschulen dazu. Die Gymnasien betonen längst ihre individuellen Profile. Bei den beruflichen Schulen herrscht ein verwirrendes Spektrum. Wer kann noch auf Anhieb zwischen kaufmännischem Berufskolleg und kaufmännischer Berufsfachschule unterscheiden?

Die Schulleiter und Kollegien mühen sich derzeit nach Kräften, die Angebote der jeweiligen Einrichtung in unzähligen Info-Veranstaltungen rüberzubringen. Die große Resonanz unter den Eltern zeigt, wie wichtig das ist.

Da ist es schon fast eine Randnotiz, dass in Göppingen nun auch die privaten Träger auf dem Vormarsch sind und weiter in den Grundschul- und Gymnasialbereich vorpreschen. Im Landkreis war diese Form bisher vergleichsweise dünn besetzt, auch wenn die Freie Waldorfschule längst etabliert und bewährt ist.

Es stimmt: Die Schulen buhlen um immer weniger Kinder. Das bunte Bild bedeutet jedoch auch, dass sich für den einzelnen Schüler die Chance vergrößert, den für ihn passenden Typ zu finden. Unter diesem Aspekt muss man auch ein neues kommerzielles Angebot sehen - für alle die, die sich mit Schulgeld und Schuluniform anfreunden können.

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