KOMMENTAR · KAUFFMANN-AREAL: Schöner shoppen ohne Gurken

KARIN TUTAS 29.02.2012

Wie bitte? So oder so ähnliche Reaktionen werden sicher nicht lange auf sich warten lassen. Man muss kein Prophet sein, um vorherzusagen, dass der neue, pardon alte Namen für das Ebersbacher Kauffmann-Areal für Gesprächsstoff sorgen wird.

Das Ergebnis des Namenswettbewerbs für die neu bebaute ehemalige Industriebrache im Ebersbacher Stadtzentrum ist allemal eine faustdicke Überraschung. Immerhin mehr als 250 Teilnehmer aus Ebersbach und darüber hinaus wurden kreativ. Die 170 Vorschläge zeigen, dass sich die Einsender intensiv mit der Geschichte der ehemaligen Industriebrache und dem Bau-Projekt auseinandergesetzt haben. Es gehört schon eine gehörige Portion Mut dazu, einen Wettbewerb auszuschreiben und dann alles beim Alten zu belassen.

Hand aufs Herz: Das neue Stadtquartier in Ebercenter, Eber-Kauff, Kauffmann-Carré, Kauffmann-Arkaden oder -Passagen umzubenennen, wäre so originell auch nicht gewesen. Und wer wollte schon im "Gurken-Carré" oder am "Krautanger" shoppen? Dann lieber einen Namen, der längst eingeführt ist und über die Kreisgrenzen hinaus ein Begriff - im negativen wie im positiven Sinn.

Eines muss man den Initiatoren des Wettbewerbs lassen: Sie haben für für jede Menge Gesprächsstoff gesorgt. Das Kauffmann-Areal ist wieder in aller Munde - das nennt man Marketing.