KOMMENTAR · EISLINGER SPD: Zurück aus der Sackgasse

DANIEL GRUPP 04.04.2012

Die Eislinger SPD bewegt sich aus der kommunalpolitischen Sackgasse, in die sie sich mit ihrer Haltung zur neuen Mitte begeben hat. Die Fraktion hat lange und hartnäckig an der Hauptstraßentrasse festgehalten, zeitweise sogar mit einem Bürgerentscheid geliebäugelt, als sich abzeichnete, dass die große Mehrheit der Stadträte und OB Klaus Heininger die Mühlbachstraße zur künftigen Nord-Süd-Verbindung ausbauen wollen, die die Bahnbrücke ersetzen wird.

Dabei waren auch die Signale aus der Bürgerschaft relativ eindeutig. Mit einer Unterführung für Radfahrer, Fußgänger und Autos wollte sich kaum jemand anfreunden. Ein Bürgerentscheid gegen die Mühlbachvariante hätte wohl keine Chance gehabt.

Wenn die Eislinger SPD nun die Fakten akzeptiert und sich in die Gestaltung des Zentrums positiv einbringen will, ist dies zu begrüßen. Schließlich wird Kritik ernster genommen, wenn sie nicht als Fundamentalopposition verstanden wird. Erfreulich ist auch, dass die Genossen das Büro Baldauf als seriösen Partner für die Projektsteuerung akzeptieren. Das war nicht selbstverständlich, schließlich war die einst bekämpfte Mühlbachtrasse eine Idee von Gerd Baldauf und seinen Kollegen.

Auch wenn die Eislinger SPD Positionen, die nicht mehr zu halten waren, aufgegeben hat, einen Schmusekurs wird sie sicher nicht fahren. Dies wäre auch verkehrt. Der kritische Blick wird auch der weiteren Planung der Eislinger Mitte gut tun.