KOMMENTAR · BÜRGERMEISTERWAHL: Keine Wechselstimmung

KARIN TUTAS 19.03.2013

Gestern endete die Bewerbungsfrist für die Bürgermeisterwahl in Uhingen. Und es hat keine Überraschung gegeben. Der amtierende Rathauschef Matthias Wittlinger hat in Jens Martinek keinen ernsthaften Gegenkandidaten. Der Bundesvorsitzende der "Nein-Idee", der auch in Gammelshausen auf dem Stimmzettel stand, hat erklärt, das Amt im Falle einer Wahl nicht antreten zu wollen.

Dass der Mann aus Sachsen-Anhalt dem Amtsinhaber den Rang ablaufen könnte, wird auch niemand ernsthaft in Betracht ziehen. Von Wechselstimmung ist in Uhingen nichts zu spüren. Die Wunden, die der Wahlkampf vor acht Jahren geschlagen hatte, scheinen längst verheilt. Die Zusammenarbeit zwischen Rathauschef, Verwaltung und Gemeinderat gestaltet sich zumindest nach außen hin sehr harmonisch.

Selbst jene Bürgervertreter, die vor acht Jahren noch Wittlingers Gegenkandidaten, Hauptamtsleiter Reinhard Goldmann, unterstützt hatten, setzten bei der Stellenausschreibung nach außen das Signal, "der Amtsinhaber bewirbt sich wieder" - für potenzielle ernsthafte Kandidaten ein Zeichen, dass man mit dem Rathauschef leben kann.

Matthias Wittlinger kann sich also auf eine zweite Amtszeit in Uhingen einrichten. Spannend wird beim Urnengang am 14. April allenfalls die Wahlbeteiligung. Sie ist die Messlatte dafür, wie zufrieden die Uhinger mit ihrem Bürgermeister tatsächlich sind.