Köpfe, Klatsch, Kurioses

COP 11.10.2014

Glücklich unter der Haube

Paolo Dimaiuta, vielen Sport-Fans in Göppingen eher unter seinem Spitznamen "Pippo" bekannt, ist wieder unter der Haube. Der 60-jährige Gastronom und Chef der "City Bar", die im kommenden Jahr ihr 20-jähriges Bestehen feiert, hat am Montag im Göppinger Rathaus seine langjährige Lebensgefährtin Anna Maria Mauro geheiratet. Gefeiert wurde mit der Familie in einem italienischen Restaurant in Lorch. Geografisch betrachtet, handelt es sich übrigens um eine Misch-Ehe: Anna Maria Mauro stammt aus Apulien, "Pippo" ist ein waschechter Sizilianer. Es wächst eben zusammen, was zusammen gehört.

Ehrung fürs Lebenswerk

Bei einer Gala des Internationalen Wirtschaftsforums am 17. Oktober im Kurhaus Baden-Baden wird der Uhinger Unternehmer Dr. Dieter Hundt für sein Lebenswerk geehrt. Neben den baden-württembergischen Ministern Dr. Nils Schmid und Peter Friedrich werden auch Friedensnobelpreisträger Frederik Willem de Klerk, der frühere Präsident Südafrikas, sowie der Rock- und Popmusiker Peter Maffay ihm die Ehre erweisen. Das Lebenswerk von Professor Hundt wird vom ehemaligen österreichischen Bundeskanzler Wolfgang Schüssel gewürdigt. Der Lebenswerk-Award sei für ihn "eine große Ehre und Anerkennung", sagte der frühere Geschäftsführer und heutige Inhaber und Aufsichtsratschef der Allgaier-Gruppe in einer ersten Reaktion, wobei ihn die Entscheidung der Jury überrascht habe. Nach der Aufgabe seiner Führungspositionen als Arbeitgeberpräsident in Bund und Land habe er nun mehr Zeit für seine Hobbys Wandern, Skilaufen, Sport und Segeln, aber auch für Lesen und Musik, berichtete der ehemalige Arbeitgeberchef. Er reise auch nicht mehr so viel und sei nun abends mehr zu Hause bei der Familie, sagte Hundt, der sich auch gerne mit einem guten Wein und gutem Essen verwöhnt.

Die Jäger und der Bruch

Kreisjägermeister Matthias Wittlinger hat diese Woche die NWZ-Redaktion besucht, um auf eine symbolische Aktion aufmerksam zu machen: In den kommenden Wochen wird Wittlinger den fünf Landtagsabgeordneten im Landkreis einen so genannten "Bruch" überreichen. Damit sind in der Jägersprache Tannenzweige gemeint, mit denen bei der Jagd unter anderem Spuren eines Tieres markiert werden. Diesmal hat der "Bruch" eine andere Funktion: Er soll zum einen die anhaltende Kritik der Jäger am aktuellen Jagdgesetzentwurf symbolisieren, zum anderen aber auch ein Zeichen für Gesprächsbereitschaft sein. Wittlinger und seine Kollegen fordern Änderungen am Gesetzentwurf: So wird zum Beispiel ein Wildtierfütterungsverbot abgelehnt, Totfangfallen sollen auch künftig erlaubt sein.

Der Jakobsweg ruft

Der Waldhäuser Edward Schiwek wanderte einen Monat lang 808 Kilometer über den Jakobsweg. Sein Buch darüber wird am Wochenende auf der Frankfurter Buchmesse vorgestellt. Doch eigentlich wandert Edward Schiwek gar nicht gern, und Fernweh kennt er auch nicht. Doch der Jakobsweg in Spanien habe ihn einfach gerufen, sagt der gläubige Katholik. Anfang Mai 2013 war er schließlich mit Wanderstab und Rucksack unterwegs. Nach seiner Rückkehr rätselt Schiwek, wie er vermitteln kann, was er alles erlebt hat. Schließlich schreibt er alles nieder, erstellt eine Druckvorlage und lässt 20 Bücher drucken, schöne Exemplare mit festem Einband. "Die habe ich an meine Eltern, Geschwister und Freunde verschenkt." Auf Drängen dieser Leser schickt Schiwek sein Manuskript an kleinere Verlage. Der norddeutsche Laumann-Verlag zeigte sich interessiert, besonders weil Schiwek im Buch seine schlesische Vergangenheit mit einbringt. Mit viel Einfühlungsvermögen schildert Schiwek Orte, Begegnungen mit anderen Pilgern, Gefühle und Erlebnisse. "Ich habe so vieles Schönes erlebt, und davon will ich den Menschen erzählen." Der Titel des Buches? "Ein Schritt nach dem anderen - immer weiter. Die Erlebnisse eines schlesischen Pilgers auf dem Jakobsweg" (Laumann-Verlag, 423 Seiten, Softcover, 22,80 Euro, ISBN 978-3-89960-422-1.)