KÖPFE - KLATSCH - KURIOSES

Wunsch, nicht Wirklichkeit: Bello sorgt selber für Sauberkeit.
Wunsch, nicht Wirklichkeit: Bello sorgt selber für Sauberkeit.
ROD 05.04.2012

Sauber, sauber

Bello nimmt den Besen in die eine Pfote und kehrt damit sein Häufchen selber auf die Schaufel, die er in der anderen Pfote hält. Das wärs. Doch ist dieser Dressurakt zu schön, um wahr zu sein. Immerhin ist der Geislinger Stadtverwaltung ob des ungelösten anrüchigen Dauerbrenners noch nicht der Humor vergangen: Spätestens mit dem Hundesteuerbescheid wird jedes Herrchen in seinem Schreiben in der Anlage ein Merkblatt dazu finden, wie sich die Stadt das regelkonforme Gassi-Gehen eines Geislinger Zwei- mit seinem Vierbeiner wünscht. Im Merkblatt heißt es: "Wir erlauben uns den Hinweis, dass Sie bitte beim Ausführen Ihres Hundes darauf achten, dass die zwangsläufig auftretenden ,Hinterlassenschaften nicht liegen bleiben, sondern von Ihnen beseitigt werden." Die Herrchen möchten doch bitte zum Gassi-Gehen eine Plastiktüte für den Hundekot mitnehmen. Tüten samt Inhalt könnten sie in den nächstbesten öffentlichen Abfalleimer werfen. Insbesondere mögen Herr und Hund Kinderspielplätze und Schulhöfe auf ihren gemeinsamen Spaziergangsrouten tunlichst aussparen. Damit wäre der Kittel geflickt, die Stadt sauber. "Es grüßt Sie freundlich - Ihre Stadtverwaltung." Brief zu Ende. Doch damit nicht genug. Die hier abgebildete witzige Fotomontage eines kehrenden, sauber machenden Hundes auf dem Merkblatt dient als Blickfang. Ein kleiner Scherz, aber kein Aprilscherz, versichert Peter Lecjaks, der zuständige Fachbereichsleiter bei der Stadtverwaltung. Die Fotomontage soll jedenfalls keine Aufforderung an die Hundebesitzer sein, ihre Vierbeiner endlich in der Hundeschule zu einem Putz-Trimm-Lehrgang für Fortgeschrittene anzumelden. Vielmehr hofft die Stadtverwaltung, dass ein solch lustiger Wink mit dem Zaunpfahl mehr fruchtet, als die vielen Versuche und Appelle, die ungehört verhallt sind.

Post aus Florida

Sonnige Grüße aus den USA bekam die NWZ vor einigen Tagen. Siegfried Bausch aus Eschenbach verbrachte nun schon seinen dritten Winter in Florida bei Freunden. Der Rentner berichtete vor einigen Monaten über seine Erinnerungen an die Zeit im Höhenfreibad in Hohenstaufen. Nun erzählte er von seinen Erlebnissen in den Staaten: "Am Kanal etwa 50 Meter vom Haus entfernt tummelt sich ein Alligator, den ich schon das dritte Jahr besuche und füttere." Auf näheren Kontakt hat er nach der Warnung von Einheimischen verzichtet.