Vorschau Könner spielen vielfältige Orgelliteratur

Göppingen / Annerose Fischer-Bucher 06.08.2018

Nach der breiten Resonanz und dem großen Erfolg im vergangenen Jahr organisierte Klaus Rothaupt, Bezirkskantor und Kirchenmusikdirektor, den zweiten Göppinger Orgelsommer in der Stadtkirche. In vier Konzerten vom 7. August bis zum 10. August hat er wiederum Könner ihres Fachs verpflichten können.

Den Auftakt macht der katholische Amtskollege Martin Böhm, der seit 2016 Dekanatskirchenmusiker für Göppingen-Geislingen und außerdem für Sankt Maria und Christ König zuständig ist. Auf der zweimanualigen Stadtkirchenorgel mit ihren 42 Registern und 3000 Pfeifen wird er englische Kompositionen spielen. Stücke von Purcell, Elgar, Stroughton, Whitlock und Stanford aus dem 17.,19. und 20. Jahrhundert stehen auf dem Programm.

Die vielfach ausgezeichnete Meisterschülerin von Rothaupt, Verena Zahn, führt die Reihe mit Johann Sebastian Bach fort, dem sie französische Werke gegenüberstellt. Die Preisträgerin beim „Internationalen Orgelwettbewerb um den Bachpreis der Landeshauptstadt Wiesbaden“ spielt Messiaen, Franck, Widor, Duruflé und Jehan Alain.

Zum „Trio allmand“ -  so hat die Schwester von Jehan Alain, Marie Claire Alain, die drei Deutschen genannt, die vor 40 Jahren bei ihr in Paris studiert haben – gehörten damals Harald Feller, Margareta Hürholz und Klaus Rothaupt. Feller und Hürholz, beide international ausgezeichnete Virtuosen, kommen nun zum Orgelsommer nach Göppingen.

Harald Feller ist Professor an der Münchner Musikhochschule und Komponist von bedeutenden Orgel- und Chorwerken sowie bekannt für seine Improvisations- und Arrangementskunst. Neben Klassikern wie Bach, Mozart, Beethoven, Schumann und Liszt werden Arrangements von ihm zu hören sein wie etwa Richard Wagners „Vorspiel und Isoldes Liebestod“ sowie seine Eigenkomposition „Gregorianische Paraphrasen“.

Margareta Hürholz, Professorin an der Musikhochschule Köln und durch zahlreiche nationale und internationale Auszeichnungen renommiert, wird die Konzertreihe mit Bach und mit Komponisten des 19. und 20. Jahrhunderts wie Franck, Duruflé und Florentz abschließen.

Jedes der Konzerte hat seinen eigenen Charakter und verspricht ein Erlebnis zu werden. Beginn ist jeweils um 20 Uhr, der Eintritt ist frei. Annerose Fischer-Bucher

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