Kreis Göppingen Kliniken: 15 Stellen stehen auf der Kippe

Kreis Göppingen / SU 18.03.2013
Auf dem Weg zur "schwarzen Null" haben die Alb Fils Kliniken kräftig den Rotstift gezückt: Seit 2009 wurden 133 Vollzeit-Stellen abgebaut, rechnet der Kaufmännische Direktor, Wolfgang Schmid, vor.

Stand Ende 2012 sind in der Göppinger Klinik am Eichert nun 1400 und in der Geislinger Helfenstein Klinik 300 Mitarbeiter beschäftigt. Ein weiterer "moderater Personalabbau" soll folgen, "jedoch nicht in der Pflege", betont Schmid. Er denkt an rund 15 Stellen, "das ist jedoch kein klar definiertes Ziel". Zunächst sollen Prozesse im Versorgungsdienst, zum Beispiel in der Küche und beim Schreib- und Dokumentationsdienst, untersucht werden. "Dann schauen wir, ob und wie das Personal angepasst wird. Und wir machen das nur, wenn es funktioniert." Auch Betriebsratsvorsitzender Max Radloff will den Pflegebereich nicht mehr antasten. Gekündigt werde niemandem, abgebaut werde - wie bisher - nur über natürliche Fluktuation, betont Schmid.

Jüngste Beschwerden über Engpässe begründet Schmid mit der Krankheitswelle, die auch die Mitarbeiter der Kliniken erfasst habe: "Jahreszeitenabhängig sind die Häuser gerade randvoll mit Patienten. Und zeitgleich sind viele Beschäftigte krank."

Um Personalmangel vorzubauen, übernehmen die Kliniken zehn Krankenpflege-Absolventen. Laut Schmid gehen sie verstärkt auf Messen und streckten auf Online-Plattformen ihre Fühler nach Mitarbeitern aus. Im Rahmen eines Pilotprojekts beginnen bald zwei arbeitslose italienische Pflegefachkräfte - nach einem Deutsch-Intensiv-Kurs - in den Alb Fils Kliniken.

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