Kreis Göppingen Klinik-Neubau: SPD-Fraktion will Fragen klären

SWP 10.08.2012

Die SPD-Kreistagsfraktion fordert in einer Pressemitteilung, die Bevölkerung im Kreis Göppingen in einen eventuellen Neubau der Klinik am Eichert einzubeziehen. Der Fraktionsvorsitzende Peter Feige sagte: "Das von uns früh geforderte, von einer Kreistagsmehrheit leider lange abgelehnte und vom Landrat dann dankenswerterweise doch initiierte externe Gutachten war richtig. Jetzt kommt es darauf an, dass wir die Bürgerschaft auf dem Weg zu einer Entscheidung über diese Investition einbeziehen und überzeugen. Dies ist der beste Weg, um die nötige Vertrauensgrundlage und eine sachliche Entscheidung herbeizuführen."

Die Sozialdemokraten sehen fünf Bedingungen als nötig an: Die Empfehlung, dass es mit der bisherigen Klinik am Eichert nicht mehr durch Renovierung am bestehenden Baukörper weiter gehe, müsse noch einmal klar begründet werden. "Vielen Menschen geht das zu schnell", so Feige. Auch der nochmalige Vergleich von Neubaustandorten gehöre dazu. Etwaige Versäumnisse der Vergangenheit müssten benannt werden. Bei den von den Gutachtern geschätzten Investitionssummen für einen Neubau müsse zudem der klare Vorbehalt gemacht werden, dass erst ein Architekten-Wettbewerb und folgende Ausschreibungen die realistische Bausumme benennen können. Die politische Entscheidungsabfolge bis zum geplanten Grundsatzbeschluss der Gesellschafterversammlung im November müsse schließlich nachvollziehbar und auf der Grundlage einer offenen Kommunikation geschehen. Als erstes werden nach den Sommerferien in einem Gespräch mit der Klinikleitung alle bis dahin aus der Bürgerschaft und der Kreispolitik entstandenen Fragen erörtert werden, kündigt die Fraktion an. Auch mögliche Kooperationen der Kreiskliniken mit dem Christophsbad und anderen Kliniken östlich von Stuttgart müssten erörtert werden. Der Standort Helfensteinklinik Geislingen sei von einer solchen Kooperation über Landkreisgrenzen hinweg abhängig.