Bürgermeisterwahl Klarer Sieg für Amtsinhaber Gerhard Kuttler

Gerhard Kuttler mit Ehefrau Cornelia Müller.
Gerhard Kuttler mit Ehefrau Cornelia Müller. © Foto: Roberto Bulgrin
Hochdorf / Harald Flößer 31.01.2017

Manche hätten eher ein Kopf-an-Kopf-Rennen erwartet. Aber Gerhard Kuttler entschied die Bürgermeisterwahl in Hochdorf klar für sich. Mit 63,33 Prozent der abgegebenen Stimmen wurde der 39-jährige Amtsinhaber für weitere acht Jahre gewählt.

Er sei zufrieden, sagte Kuttler freudestrahlend an der Seite seiner Frau Cornelia Müller. Mit einem Ergebnis dieser Größenordnung habe er gerechnet. Herausforderer Benjamin Haar nahm die Niederlage sportlich. Der promovierte Sportwissenschaftler räumte ein, dass er eine deutlichere Wechselstimmung in der 5600 Einwohner zählenden Gemeinde wahrgenommen habe. Deswegen habe er sich mehr als die nun erreichten 36,63 Prozent erwartet, so der 36-Jährige.

Erfreulich hoch war die Wahlbeteiligung. Dass 65,96 Prozent der stimmberechtigten Hochdorfer gewählt haben, sei „aller Ehren wert“, sagte Vize-Bürgermeister Siegfried Albrecht.

„Ich freue mich als Kollege für Gerhard Kuttler, aber noch mehr als Freund“, sagte der Deizisauer Rathauschef Thomas Matrohs. Amtskollege Bernhard Richter aus Reichenbach schaute nach vorne: „Ich hoffe, dass jetzt Ruhe im Ort einkehrt.“ Die ersten acht Jahre seien für Gerhard Kuttler nicht leicht gewesen. Das Ergebnis sei „okay so“, kommentierte CDU-Gemeinderat Dieter Bek das Ergebnis. Doch so klar habe er Kuttler nicht vorne gesehen. Zufrieden zeigte sich auch Willi Heber (Freie Wähler). „Im Großen und Ganzen braucht sich Hochdorf nicht zu verstecken.“ Man habe einiges erreicht in den vergangenen Jahren. Doch es gebe noch viel zu tun. „Wir müssen nach vorne schauen und weiter kämpfen.“ Als wichtigste Projekte nannte Heber den Bau des Pflegeheims auf dem Breitwiesenareal und einen größeren Supermarkt.

Andrea Bagdhan, die Vorsitzende der SPD-Fraktion im Gemeinderat, hätte gerne einen Wechsel an der Rathausspitze gesehen. „Ich bin Demokratin. Und deshalb akzeptiere ich es so, wie es gekommen ist.“ Ähnlich äußerte sich Grünen-Fraktionssprecherin Andrea Holzer. „Jetzt müssen wir damit weiterarbeiten und das Beste daraus machen.“ In einer Hinsicht gab sich Holzer optimistisch: Die Kritik an Amtsinhaber Kuttler habe „hoffentlich was aufgerüttelt“.

Kein Hehl aus ihrer Enttäuschung machte Birgit Wiesenhütter von der Fraktion Die Mitte: „Schade, dass Fakten bei dieser Wahl kaum eine Rolle gespielt haben. Ich hoffe, dass Herr Kuttler Lehren aus diesem Gegenwind ziehen wird.“ Harald Flößer

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