Verzögerung Kirchheimer Freibad öffnet frühestens Ende Juni

Das Freibad in Kirchheim wird umgebaut.
Das Freibad in Kirchheim wird umgebaut. © Foto: CARSTEN RIEDL
Kirchheim / ANDREAS VOLZ 03.02.2018

Die Hiobsbotschaft für alle Wasserratten hat Oberbürgermeisterin Angelika Matt-Heidecker im Technik- und Umweltausschuss persönlich verkündet: „Wir sind beim Freibad im Verzug. Die angedachte Saisoneröffnung zum 12. Juni wird sich wohl nicht halten lassen. Es wird einen späterer Termin geben müssen.“

Genauere Gründe dafür nannte Stadtwerke-Chef Martin Zimmert: Zum einen gehe es um „unvorhergesehene Schutzmaßnahmen zum Erhalt des wertvollen Baumbestands“. Zwei besonders werthaltige Linden hätten ihre Wurzeln anders ausgebreitet als gedacht. Deswegen müssen jetzt etliche neue Leitungen anders verlegt werden als geplant. Aber auch bei den vorhandenen Leitungen gibt es Schwierigkeiten: Die Aktenlage ist lücken- bis fehlerhaft. Es ist nicht immer und überall klar, wo diese Leitungen liegen.

Hinzu kommt das Wetter: Auch wenn sich der Winter bislang wenig winterlich gezeigt hat, hat er die geplanten Bauzeiten durcheinandergebracht: „Schnee ist wohl nicht mehr das größte Problem im Winter. Aber wir hatten viel Regen, und Regen ist ein Problem für Fundamentierungsarbeiten.“

Noch sei es zu früh, um einen seriösen Termin für die Saisoneröffnung zu nennen. Vielleicht ist ein eingeschränkter Betrieb schon früher möglich. Fürs Schwimmen und Baden reichen ja die Becken aus – auch wenn Umkleidekabinen und Duschen noch nicht genutzt werden können. Frühestens im März lasse sich wirklich abschätzen, wie lange nach dem Sommerbeginn der Saisonbeginn erfolgt. Der aktuelle Verzug liegt bei zwei Wochen. Sollte sich der Rest des Bauzeitenplans also einhalten lassen, käme die Stadt beim Eröffnungstermin auf den 26. Juni.

Eintrittspreise sollen steigen

Vergleiche mit anderen Baustellen, die in Deutschland für Furore sorgen oder gesorgt haben – man denke an Stuttgart, Hamburg oder Berlin –, sind aber nicht angebracht. Das zumindest legt eine andere Aussage des Stadtwerke-Geschäftsführers nahe: „Die 14 Tage Verzug werden hier nur zum Problem, weil es sich eben um das Freibad handelt.“ Bei jeder anderen Baustelle, für die ein Dreivierteljahr veranschlagt ist, würde man über zwei Wochen Verzögerung kein Wort verlieren.

Ähnliches gilt für die Kosten: 2,2 Millionen Euro waren im Vorfeld berechnet worden. Nach derzeitigem Stand wird der Umbau des Freibads um 50 000 Euro teurer. Diese Steigerung liege mit knapp zwei Prozent im vertretbaren Rahmen. An den zusätzlichen 50 000 Euro dürfte es aber nicht liegen, dass Oberbürgermeisterin Matt-Heidecker noch eine weitere Hiobsbotschaft zu vermelden hatte: „Wenn wir 2,2 Millionen Euro in unser Freibad investieren, wird sich das auch auf die Eintrittspreise auswirken.“

Das Badevergnügen in Kirchheim verteuert sich also. Näheres zu den Preisen gibt es allerdings – wie zu den Bauzeiten auch – frühestens im März.

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