Göppingen Kinder lernen Steinzeit kennen

Die Abschlussveranstaltung der Kinderuni war gut besucht. Die jungen Studenten lernten vieles über Musik und Kultur der Steinzeit.
Die Abschlussveranstaltung der Kinderuni war gut besucht. Die jungen Studenten lernten vieles über Musik und Kultur der Steinzeit. © Foto: Constantin Fetzer
Göppingen / PM 18.02.2014
Bei der Kinderuni an der Hochschule in Göppingen haben die Kinder steinzeitliche Musikinstrumente und auch Kunst entdeckt. Mit dieser Vorlesung ging das Semester zu Ende. Die Organisatoren sind zufrieden.

Mit einem Ausflug in die Steinzeit hat im September das Semester der Göppinger Kinderuni begonnen, mit einem Exkurs in längst vergangen Zeiten ging es nun auch zu Ende: "Warum haben wir Musik und Kunst erfunden?" fragte Michael Bolus von der Universität Tübingen und präsentierte den Kindern dafür Steinzeitfunde, die vor rund 40 000 Jahren in den Höhlen auf der Schwäbischen Alb entstanden sind.

Vor allem Figuren wie Tiere und Menschen spielten als Motive bei der Gestaltung der oft nur wenige Zentimeter großen Werke eine Rolle. Dabei habe sich die Kunst entwickelt, berichtet der Wissenschaftler. Waren es anfangs Steine in passender Gestalt, die gesammelt wurden, kamen später geschnitzte und bearbeitete Darstellungen dazu, die aus Mammut-Elfenbein entstanden sind. "Die Menschen damals hatten sehr einfache Werkzeuge aus Steinen", erklärte Bolus. Es sei eine große Leistung gewesen, diese Werkzeuge zu erfinden.

Nicht nur die bildenden Künste hatten es unseren Vorfahren angetan, auch erste Musikinstrumente sind um diese Zeit der jüngeren Altsteinzeit entstanden. So gab es bereits Flöten aus hohlen Knochen von Tieren, die bearbeitet wurden. Gespannt lauschten die Kinder den Tönen einer solchen Flöte, die der Professor von Band eingespielt hatte. Was die Menschen damals für Musik gemacht haben? Diese Frage der Kinder konnte der Wissenschaftler freilich nicht beantworten - aber es sei sicher, dass die Musik wohl bei Ritualen eingesetzt wurde, um eine mystische Stimmung zu erzeugen. Genau könne man das aber nicht sagen und es sei eine spannende Aufgabe der Wissenschaft, diesen Dingen auf den Grund zu gehen. Beeindruckt waren die Kinder auch von der bekannten Löwenmensch-Figur, die Michael Bolus auf einem Bild dabei hatte.

Der Vortrag des Professors war der letzte in diesem Semester der Kinderuni. Wolfram Hosch vom Kulturreferat der Stadt Göppingen, bei dem die organisatorische Fäden der Kinderuni zusammenlaufen, zeigte sich mit der Resonanz zufrieden: "Die Themenmischung war sehr schön, den Kindern scheint es gefallen zu haben." Die Kinderuni soll im Herbst weitergehen und mit neuen Themen die jungen Teilnehmer begeistern.