Göppingen Keine Angst vor der Platine Girls und Boys Day in Göppingen

Technik zum Anfassen: Beim Girls Day konnten sich gestern zahlreiche Mädchen an der Göppinger Hochschule umsehen. Foto: Hochschule
Technik zum Anfassen: Beim Girls Day konnten sich gestern zahlreiche Mädchen an der Göppinger Hochschule umsehen. Foto: Hochschule
Göppingen / PM 27.04.2012
Technik tut gar nicht weh: Zahlreiche Schülerinnen haben beim Girls Day an der Hochschule in Göppingen gelötet, geschweißt und konstruiert.

Der bundesweite Girls Day ermöglichte den Göppinger Schülerinnen gestern einen Einblick in die Welt der typischen Männerberufe. An der Hochschule in Göppingen waren die jungen Mädchen in den Laboren aktiv dabei und haben sich informiert, was eine Ingenieurin täglich macht.

Mit Lötkolben, Schweißgerät oder beim Konstruieren am Computer haben sie in Workshops den Studentinnen und Labor-Ingenieurinnen der Hochschule nicht nur über die Schulter geschaut sondern waren auch aktiv dabei.

"Wir freuen uns über das Interesse der Mädchen an unserer Hochschule", sagte Prof. Rainer Würslin, Dekan der Fakultät Mechatronik und Elektrotechnik der Hochschule Esslingen in Göppingen. Man wolle ganz bewusst bei den Mädchen für die technischen Berufe werben: "Frauen gehören unter unseren Absolventen zu den besten", sagte Würslin und ermutigt die Schülerinnen, durchaus über ein Studium in dieser Richtung nachzudenken.

Den Girls Day haben die Mädchen gestern dazu schon genutzt: Einige von ihnen löteten kleine Bauteile auf eine Platine - später leuchten hier LEDs mit den Initialen der Mädchen.

In einem anderen Labor und in der Werkstatt der Hochschule wurden echte Kunstwerke aus Metall geschweißt. Auch kreativen Schmuck konnten die Besucherinnen herstellen. "Die Mädchen sind mit Begeisterung dabei", berichtete Ingenieurin Anja Eble, die für die Organisation der Workshops in Göppingen verantwortlich zeichnet. Der Standort Göppingen der Hochschule Esslingen hat derzeit rund 1200 Studierende an zwei Fakultäten.

Zeitgleich fand gestern der Boys Day statt. Unter dem Motto "Jungen-Zukunftstag" erhielten Schüler der Albert-Schweitzer-Schule und des Werner-Heisenberg-Gymnasiums einen Einblick in die erzieherischen Berufe. Zu einem Erfahrungsaustausch mit Bürgermeisterin Gabriele Zull trafen sich die Jugendlichen im Rathaus.