Göppingen Kein Patentrezept für Lösung der SAB-Probleme

Göppingen / PM 01.12.2014

Aufgerüttelt durch einen Hilferuf von Karin Woyta, der Geschäftsführerin der Staufen Arbeits- und Beschäftigungsförderung SAB, hat sich auf Einladung von Landrat Edgar Wolff im Landratsamt eine Gesprächsrunde getroffen, um Lösungsmöglichkeiten zur Verbesserung der finanziellen Lage der SAB zu finden. Wolff und die Bundestagsabgeordnete Heike Baehrens (SPD) sind sich mit Bettina Münz von der Agentur für Arbeit sowie mit Reinhard Matschi vom Jobcenter und mit Karin Woyta einig, dass es kein Patentrezept und schon gar keine schnellen Lösungen gibt, um die andauernde prekäre Schieflage der SAB nachhaltig zu verbessern. Grund dafür ist, dass der Bund in den vergangenen Jahren immer weniger Geld zur Eingliederung langzeitarbeitsloser Menschen zur Verfügung stellte.

Wie es in einer Pressemitteilung heißt, seien sich alle Beteiligten darüber im Klaren, dass die SAB einen unverzichtbaren Beitrag leiste, um den oft seit Jahren arbeitslosen Menschen einen Wiedereinstieg ins Berufsleben zu ermöglichen. Nach Plänen des Bundesarbeitsministeriums sollen ab dem kommenden Jahr über die Jobcenter wieder höhere Zuschüsse in öffentlich geförderte Beschäftigungsverhältnisse investiert werden. Zu einer nachhaltigen Strukturverbesserung bedürfe es allerdings weiterer Kraftanstrengungen. Der Landkreis fördere die SAB bereits bisher, werde aber für Mittelkürzungen seitens des Bundes nicht in die Bresche springen können.

Ein weiterer Hoffnungsschimmer wird in einem von Heike Baehrens initiierten und für Mitte Februar 2015 vorgesehenen Besuch der parlamentarischen Staatssekretärin Annette Kramme aus dem Bundesarbeitsministerium auf dem Waldeckhof und im Göppinger Jobcenter gesehen. Alle Beteiligten sehen in einem Aktionsbündnis zur Bekämpfung der Langzeitarbeitslosigkeit auf Kreisebene einen weiteren Ansatz zur Situationsverbesserung der Betroffenen.

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