Göppingens Rathauschef Guido Till hofft weiter auf einen Erhalt des Göppinger Kaufhofs in der Bleichstraße. Durch dessen Integration in das neue Einkaufszentrum habe die Kaufhof-Filiale eine tragfähige Zukunft. Aus diesem Grund bittet der Oberbürgermeister eindringlich um eine Fortsetzung der Gespräche. Die Filiale in Göppingen gehört zu denen, die der finanziell schwer angeschlagene Konzern Galeria Kaufhof Karstadt schließen will.

Kontakt mit Leonberg und Singen

Nach Bekanntwerden, welche Kaufhof- oder Karstadt-Filialen in Baden-Württemberg von der Streichliste genommen wurden, hat sich OB Till mit seinen Amtskollegen in den betroffenen Städten (Singen und Leonberg) in Verbindung gesetzt. Dabei sei dem OB bestätigt worden, dass zwei Voraussetzungen erfüllt werden mussten, teilte die Stadtverwaltung am Dienstagnachmittag mit. So hätten zum einen die Mietkonditionen „deutlich der aktuellen Situation angepasst werden müssen“. Zum anderen hätten die Filialen vor der Corona-Krise schwarze Zahlen schreiben müssen. Till schlussfolgert in der Pressemitteilung: „Da Göppingen nicht in die Liste der zu haltenden Filialen aufgenommen wurde, dürfte zumindest eine der Voraussetzungen in der Hohenstaufenstadt nicht vorgelegen haben.“ Till bittet nun daher sowohl die Vermieter – dies sind die Investoren des neuen Einkaufszentrums in der Bleichstraße – wie auch die Insolvenzverwalter des Kaufhof-Konzerns „eindringlich darum, weiter zu verhandeln“. Denn, so Till: „Ich bin weiterhin fest davon überzeugt, dass die Kaufhof-Filiale durch die Integration in das neue Einkaufszentrum eine positive Zukunft mit hoher Kundenfrequenz und entsprechenden Umsätzen vor sich hat.“ Deshalb gehe er von einer wirtschaftlich tragfähigen Perspektive des Kaufhofs in Göppingen aus, so Till.

Göppingen/Geislingen

Stadt könnte bei der Sanierung helfen

Nach Rücksprache mit dem Gemeinderat stellte der Oberbürgermeister zudem in Aussicht, dass sich die Stadt Göppingen – bei einem Erhalt der Kaufhof-Filiale – an den Sanierungskosten der deutlich in die Jahre gekommenen Fassade des Kaufhof-Gebäudes, im Rahmen einer Fassadensanierungsförderung, beteiligen werde.  „Es wäre äußerst schade für alle Betroffenen und Beteiligten, wenn nach der Eröffnung des Einkaufszentrums festgestellt werden müsste, zu schnell und kurz vor dem Ziel aufgegeben zu haben“, betont Guido Till in der gestrigen Pressemitteilung abschließend.
Insolvenz Galeria Kaufhof Schwerer Schlag für Göppingen

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