Handwerk  Junge Schreiner zeigen es allen

Gesellenstücke  junger Schreiner sind noch heute in einer Ausstellung in der Göppinger Volksbank zu sehen.
Gesellenstücke  junger Schreiner sind noch heute in einer Ausstellung in der Göppinger Volksbank zu sehen. © Foto: Giacinto Carlucci
Axel Raisch 28.07.2017

Jährlich werden in der Göppinger Volksbank die jahrgangsbesten Gesellen der Schreiner-Innung im Kreis Göppingen ausgezeichnet und die Abschlussarbeiten aller – in diesem Jahr 18 – Jung-Gesellen vorgestellt.

Als Vertreter des Hausherrn wies Volksbank-Bereichsleiter Achim Weinberger auf die Bedeutung der Ausstellung hin. Es sei wichtig, zu zeigen, was das Schreinerhandwerk zu leisten vermöge. Der Bereichsleiter Firmenkunden unterstrich die Bedeutung des Handwerks mit beeindruckenden Kennzahlen der „Wirtschaftsmacht von nebenan“, wie sich das Handwerk selbst bezeichnet. Nicht zuletzt daran sind die glänzenden Berufsaussichten zu erkennen. Darauf wies auch Innungsobermeister Horst Höfle hin. Mit ihrer Ausbildung hätten die jungen Schreiner „ein zukunftssicheres Fundament“ gelegt. „Ihr habt es besser gemacht“, rief Höfle den Jung-Gesellen zu und berichtete von „frustrierten und gescheiterten“ Studenten, die zunehmend in die Handwerksbetriebe kämen. Die Möglichkeiten, die sich dagegen den Handwerkern eröffneten, seien gut und vielfältig. Firmen bevorzugten junge Menschen mit Erfahrungen in praktischer Arbeit, die teamfähig und mit Kundenkontakt vertraut sowie zu selbständiger Tätigkeit fähig seien. Eigenschaften, die eine Handwerksausbildung fördere, erklärte der Innungs-Obermeister. Er warb dafür, weiter Vertrauen zu schaffen mit traditioneller Handwerkermoral. Mit Blick auf die „großartigen Unikate“ verlieh er seiner Hoffnung Ausdruck, „dass dieses Möbel Euch noch lange begleiten“ möge. So wie er täglich das Meisterstück seines Opas, seinen Schreibtisch, nutze.

Die Gesellenstücke seien so unterschiedlich wie die Bauherren und Ausdruck individueller Kreativität, zeigte sich auch der Vorsitzende des Prüfungsausschusses, Marco Schmid, begeistert und moderierte eine kurze Vorstellung der einzelnen Arbeiten durch die Gesellen selbst. Besonders lobend hob Schmid den diesjährigen Notenschnitt von 2,3 hervor. Als Ansporn für die kommende Generation wurden in diesem Jahr erstmals auch die besten Zwischenprüfungsstücke ausgezeichnet.

Die ausgezeichneten Jung-Gesellen

Besten Das sind die jahrgangsbesten Gesellen der Schreiner-Innung im Kreis:

Xenia Bantel aus Eislingen, Note 1,4,  Bau- und Möbelschreinerei Bantel & Langsam GmbH, Uhingen
Maximilian Glock aus Uhingen, Note 1,6, Bau- und Möbelschreinerei Marco Schmid, Wäschenbeuren
Verena Anna Biegert aus Böhmenkirch, Note 1,9, Bau- und Möbelschreinerei Uwe Hillenbrand, Böhmenkirch

Ausstellung Noch bis heute können in der Volksbank Göppingen (Poststraße 4) die Gesellenstücke von 18 angehenden Schreinern aus dem Bereich der Schreiner-Innung Göppingen bewundert werden.