Göppingen Jüdische Feste und Bräuche kennenlernen

Göppingen / INGE CZEMMEL 08.08.2012
Um das jüdische Kulturerbe in Jebenhausen zu erhalten und zu fördern, beginnt im Herbst ein Zyklus mit Einführungen in jüdische Bräuche und Feste.

Der Verein Haus Lauchheimer in Jebenhausen hat sich zum Ziel gesetzt, das ehemalige Wohnhaus der jüdischen Familie Lauchheimer zu erwerben und zu sanieren. An diesem authentischen Ort will der Verein das jüdische Kulturerbe erhalten. In Zusammenarbeit mit der evangelischen Kirchengemeinde und der Jüdischen Hochschule Heidelberg soll jedoch bereits jetzt in einem Zyklus mit der Einführung in jüdische Bräuche und Feste begonnen werden.

Am 3. Oktober wird um 19 Uhr in der evangelischen Andreäkirche der "Sukkot", auch Laubhüttenfest genannt, gefeiert. Studenten der Hochschule werden gemeinsam mit ihrem Rabbiner Shaul Friberg die Feierlichkeiten mit Tanz und Gesang begleiten. Um gemeinsam die Vorbereitungen zu besprechen, war der Rabbiner vor Kurzem nach Jebenhausen gereist. "Das Laubhüttenfest ist das fröhlichste unter den Feiertagen", erklärt Christine Lipp-Wahl vom Verein Haus Lauchheimer. "Es ist mit dem Erntedankfest vergleichbar. Gleichzeitig erinnert jedoch das Übernachten in einer provisorischen Laubhütte daran, dass die Israeliten während der Wanderung durch die Wüste in Zelten wohnten. Symbolisch betrachtet bedeutet Leben eben nicht garantierte Sicherheit im festen Haus und Besitz, sondern Unterwegssein unter dem Schutz Gottes."

Zum Laubhüttenfest gehört auch ein Feststrauß mit vier Pflanzenarten. Zitrusfrüchte, Palmzweige, Myrten und Bachweiden verstärken mit ihrer Symbolik die Festfreude.

Nach dem "Sukkot" wird der Zyklus im Dezember mit dem jüdischen Lichterfest "Chanukka" fortgeführt.

Info Anmeldung zur Teilnahme am Laubhüttenfest unter: haus-lauchheimer@gmx.de Die Teilnehmerzahl ist auf 25 Personen beschränkt.

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel