Göppingen Inklusion: Haus Lindenhof und Lebenshilfe arbeiten Projekte aus

Projektpartner in Sachen Inklusion: Samuel Kober, Ruth Nirschl-Weber, Wolfgang Schultes, Gabriele Zull, Vera Wolfframm, Uwe Bauer, Ellen Klieber und Rita Schaible-Sauer (hinten von links), vorne: Markus Dehnert und Sven Dittel.
Projektpartner in Sachen Inklusion: Samuel Kober, Ruth Nirschl-Weber, Wolfgang Schultes, Gabriele Zull, Vera Wolfframm, Uwe Bauer, Ellen Klieber und Rita Schaible-Sauer (hinten von links), vorne: Markus Dehnert und Sven Dittel. © Foto: Margit Haas
Göppingen / MARGIT HAAS 09.02.2016
Projekte der Stiftung Haus Lindenhof und der Lebenshilfe, unterstützt von der "Aktion Mensch", haben die Teilhabe von Menschen mit und ohne Behinderung am allgemeinen gesellschaftlichen Leben zum Ziel.

"Inklusion ist kein Selbstläufer", stellte die Göppinger Bürgermeisterin Gabriele Zull vor dem Ausschuss für Soziales und Schulen fest. "Wir müssen an dem Thema arbeiten und freuen uns, zwei tolle Projekte vorstellen zu können", sagte die Dezernentin weiter. Die Stiftung Haus Lindenhof (Stiftung) und die Lebenshilfe Göppingen (Lebenshilfe) haben jeweils Projekte ausgearbeitet, die von der "Aktion Mensch" unterstützt werden und die mit unterschiedlichen Partnern aus Stadt und Kreis Göppingen zusammen arbeiten. Die Stiftung setzt auf den intensiven Austausch mit der Kunsthalle und auch der Wirtschaftsförderung des Kreises. "Wir wollen in einer Zukunftswerkstatt ein Zentrum für inklusive Kultur schaffen, im Landkreis ein Netzwerk aufbauen und kulturelle Angebote für Jedermann schaffen", informierte Ellen Klieber die Mitglieder des Ausschusses. Rita Schaible-Sauer, Kunstpädagogin an der Kunsthalle, betonte, dass die Kunsthalle seit Jahren inklusiv arbeite, ein entscheidendes Detail aber fehle: "Ein Aufzug wäre schön."

Die Lebenshilfe kooperiert mit der Volkshochschule Göppingen, dem Kreisjugendring und dem Kreisseniorenrat. "Wir haben unseren Fokus auf dem außerschulischen Bereich und sehen Inklusion nicht als Einbahnstraße. Es geht auch darum zu schauen, welche unserer Angebote wir für alle öffnen können", sagte Samuel Kober von der Lebenshilfe. In beiden Projekten arbeiten Menschen mit Handicap mit. Kober: "Sie sind Experten für alle Barrieren, die bestehen."

Info: Weitere Infos zu den Projekten unter www.gemeinsam-eins.info oder www.lh-goeppingen.de

Rechte klar geregelt

Übereinkommen: Das "Übereinkommen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen" (Convention on the Rights of Persons with Disabilities - CRPD) ist ein Menschenrechtsübereinkommen der Vereinten Nationen, das im Dezember 2006 von der Generalversammlung der Vereinten Nationen beschlossen wurde und im Mai 2008 in Kraft getreten ist. Die UN-Behindertenrechtskonvention beinhaltet - neben der Bekräftigung allgemeiner Menschenrechte auch für behinderte Menschen - eine Vielzahl spezieller, auf die Lebenssituation behinderter Menschen abgestimmte Regelungen. Details unter www.behindertenrechtskonvention.info

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