Info-Schau Hehlerei antiker Fundstücke

EPD 23.02.2012

Zur Hehlerei mit antiken Fundstücken zeigt das Badische Landesmuseum in Karlsruhe die Sonderausstellung "Kriminalarchäologie und Antikenhehlerei". Auf Informationswürfeln wird der illegale Handel mit wertvollen antiken Gegenständen gezeigt und über spektakuläre Kriminalfälle informiert. Erzählt wird unter anderem die Suche nach dem erst vor wenigen Jahren von Plünderern im Irak entdeckten Grab einer sumerischen Prinzessin aus dem 3. Jahrtausend vor Christus. Berichtet wird zudem von fünf türkischen Bronzegefäßen, die erst vor Kurzem "die diplomatischen Drähte zwischen der Türkei und Deutschland zum Glühen brachten", wie Michael Müller-Karpe vom Römisch-Germanischen Zentralmuseum (RGZM) in Mainz berichtete. Das Zentralmuseum hat die Schau zusammengestellt. Es setzt sich seit Jahren für eine wirksame Bekämpfung des Handels mit archäologischen Kulturgütern ein. Die Preise, die die Antiken auf dem Markt erzielten, seien "der Motor für Plünderung und Zerstörung archäologischer Stätten", betont Müller-Karpe. Mit der Schau soll die Öffentlichkeit für die Probleme durch illegalen Antikenhandel sensibilisiert werden, sagt Harald Siebenmorgen, Direktor des Badischen Landesmuseums. Die Sonderausstellung ist bis 28. Mai im Foyer im Schloss Karlsruhe zu sehen.