Infoveranstaltung Hogy wird komplett saniert: Das ist die Interims-Lösung

 Am Montag informiert die Stadt umfassend über die anstehende Generalsanierung des Hohenstaufen-Gymnasiums.
 Am Montag informiert die Stadt umfassend über die anstehende Generalsanierung des Hohenstaufen-Gymnasiums. © Foto: Giacinto Carlucci
Göppingen / Arnd Woletz 11.01.2019
Das Göppinger Hohenstaufen-Gymnasium steht vor großer  Renovierung und Interimslösungen. Die Stadt will am kommenden Montag die Betroffenen informieren – und eventuellen Sorgen begegnen.

Immer im Frühjahr beginnt unter den vier allgemeinbildenden Gymnasien in Göppingen ein Beliebtheitswettbewerb: Wer überzeugt die  meisten Viertklässler und deren Eltern? Im Februar steht wieder der Reigen der Infoveranstaltungen und der Präsentationen ins Haus. Und für das Hohenstaufen-Gymnasium steht das Anmeldeverfahren diesmal unter besonderen Bedingungen, denn das  60 Jahre alte  Schulgebäude steht in den kommenden Jahren vor einer umfassenden Sanierung (siehe Infokasten). Der Gemeinderat hat das Mammutprojekt im Herbst auf den Weg gebracht. In einer Pressemitteilung der Schule und des Elternbeirats heißt es: „Endlich, nach Jahren der Ungewissheit  und Vermutungen rund um die Zukunft des Hohenstaufen-Gymnasiums, herrscht Klarheit.“

Klar ist aber auch: Die Sanierung ist komplex,  nicht nur weil das  Gebäude unter Denkmalschutz steht. Zunächst soll  deshalb ein Testklassenzimmer bestimmt werden, in dem die Sanierung in einer Art Prototyp umgesetzt und auf ihre Praxistauglichkeit über Monate bei laufendem Schulbetrieb überprüft werden soll. Schlimme Sanierungspannen, wie sie beim Geislinger Michelberg-Gymnaium passierten, will die Hochbauverwaltung unter allen Umständen vermeiden.

Sanierung des Hogy erst 2021

Erst im Jahr  2021 wird die zwei Jahre dauernde Generalsanierung beginnen. Für die Schüler und Lehrer bedeutet dies, sich mit Interimslösungen anzufreunden.  Die Ausweichschule soll auf dem  derzeitigen Sportplatz aufgebaut werden. Das Wort „Container“ taucht in der Mitteilung der Schule nicht auf. Satt dessen ist von „sehr gut ausgestatteten mobilen Raumsystemen“ die Rede. Erleichtert ist man an der Schule auch darüber, dass die ursprünglichen Pläne der Stadt fallen gelassen wurden, während der Sanierung einen Teil der Klassenzimmer in das derzeitige Technische Rathaus am  Nordring auszulagern, das im kommenden Jahr frei wird.

Durch jetzt geplante Interimslösungen vor Ort könnten die Schüler „die großen Vorteile dieses attraktiven Standorts genießen“, heißt es. Dazu gehöre unter anderem, dass die von engagierten Eltern geführte Mensa weiter in Betrieb bleiben wird. Die für Naturwissenschaften  nötigen Fachräume könnten weiter genutzt und der Schwimm- und Sportunterricht wie bisher angeboten werden. Auch das AG-Angebot solle nicht unter den Sanierungen leiden.  „Den Schülern soll kein Nachteil daraus entstehen, dass sie einen kleinen  Teil  ihrer Schulzeit nicht im regulären Schulgebäude verbringen können,“ heißt es in der Mitteilung. Und nach der Sanierung werde das Hogy das modernste Schulgebäude der Stadt sein.

Infoveranstaltung am 14. Januar

Um die  Betroffenen  umfassend über die Generalsanierung zu informieren, hat die Stadt für den kommenden Montag, 14. Januar, um 17.30 Uhr im Foggiasaal der Stadthalle eine Infoveranstaltung organisiert.  Die richtet sich an alle aktuellen Schüler und deren Eltern, explizit aber  auch an Eltern von Viertklässlern, die sich vorstellen können, ihre Kinder im kommenden Jahr an das Hogy zu schicken. „Stadt und Schule werden hier Rede und Antwort stehen und sich eventuell aufkommenden Fragen oder Sorgen widmen.“

Die Stadtverwaltung  kündigt an, dass in der Infoveranstaltung unter der Leitung des Oberbürgermeisters Guido Till die Vertreter der Verwaltung, der  Schule und des Architekturbüros  über die architektonische Qualität des Gebäudes, die Baumaßnahmen und die einzelnen Realisierungsschritte informieren. Dann können die Teilnehmer Fragen stellen.

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