Berufsorientierung Industrie-Mobil in der Schule

Eine 3D-Brille wird im mobilen Labor gezeigt.
Eine 3D-Brille wird im mobilen Labor gezeigt. © Foto: Staufenpress
Göppingen / Max Schniepp 14.11.2017
Ein mobiles Labor kam zu den zehnten Klassen der Hermann-Hesse Realschule in Göppingen.

„Discover Industry“ –  also entdecke die Industrie, ist ein Projekt der Baden-Württemberg-Stiftung in Zusammenarbeit mit Südwestmetall, unterstützt von der Agentur für Arbeit. Um Nachwuchs für die Industrie und für Ingenieursberufe zu begeistern, tourt das mobile Labor des Projekts durch ganz Baden-Württemberg und vermittelt den Schülern dabei wichtige Lerninhalte.

Das mobile Labor ist ein umgebauter Lkw-Anhänger. Innen ist er eine Mischung aus Klassenzimmer und Forschungsraum, mit Fließbändern, Projekttischen und einem kleinen Roboterarm an der Wand. Angewiesen und beraten wurden die Schüler von den wissenschaftlichen Mitarbeitern des Projekts. Sie haben alle Erfahrungen in industriellen Berufen sowie abgeschlossene Studiengänge, zum Beispiel in Maschinenbau oder Chemie.

„Was macht man so als Ingenieur?“ und „Wie funktioniert das Arbeiten mit Robotern?“, diese Fragen beantworteten die Techniker den Schülern mit Präsentationen und viel Einsatz. Eine kleine Einführung über die Geschichte der maschinellen Massenproduktion vermittelte zunächst einen historischen Kontext der Industrie.

Danach ging es an den praktischen Teil. In Fünfer-Gruppen erforschten die Technikklassen einen echten Roboterarm aus der Industrie, den sie sogar selbst programmieren konnten. Den Roboter nach eigenem Willen zu steuern faszinierte besonders. „Es ist ein Vorurteil, dass man sich in der Industrie die Hände schmutzig macht. Deshalb zeigen wir unsere Arbeit“, erklärt der Chemiemechaniker Dominik Weickgenannt. Neben Robotern boten die Stationen Experimente in Bereichen wie Strömungslehre und Programmieren. An den Designprogrammen konnten die Schüler ihr gesammeltes Wissen aus dem Technikunterricht testen.

„Der Job macht super Spaß, denn die Schüler gehen am Ende immer mit einem Erfolgserlebnis nach Hause“, erzählte Weickgenannt mit viel Freude über seine Arbeit.