Stadtbild In Göppingen müssen Häuser weichen

Göppingen / Arnd Woletz 12.06.2018
In der Göppinger Marktstraße und in der Kirchstraße wird neu gebaut

Abbruchunternehmen haben in der Hohenstaufenstadt Konjunktur. Nun geht es bald drei weiteren Gebäuden in der Innenstadt ans Leder. Sie machen Platz für neue Wohn- und Geschäftshäuser. Darüber informierten  Baubürgermeister Helmut Renftle und Frank Böck, der Leiter des städtischen Referats Baurecht, jüngst die Stadträte im Ausschuss für Umwelt und Technik.

Das Vorhaben, an der Ecke Marktstraße/Freihofstraße einen großzügigen Neubau zu errichten, sei mehrmals im Gestaltungsbeirat diskutiert worden, berichtete Renftle. Die dabei jetzt gefundene Lösung sieht eine große Ladenfläche im Erdgeschoss im Anschluss an das Modehaus Finck vor. In den Obergeschossen sollen  Wohnungen eingebaut werden, die im oberen der vier Stockwerke etwas zurückversetzt sind.  In der Gebäudemitte deutet eine Zäsur die Grenze zwischen den beiden derzeit existierenden Grundstücken an. Abgebrochen wird dafür unter anderem das kleine, zartgrün gestrichene Eckhaus. Dessen bevorstehender Abriss löste im Ausschuss Bedauern aus.  „Das kann man so sehen“, sagte der Baubürgermeister. Das Stadtarchiv und die Denkmalbehörden seien zu dem Abbruch gefragt worden und hätten bestätigt, dass das Haus den ursprünglichen Charakter der Stadt nach dem Wiederaufbau  zeige. Aber: „Man kann es an der Stelle nicht erhalten.“

Ein weiterer Neubau  mit mehreren Wohnungen entsteht an der Ecke Lange Straße/Kellereistraße nahe dem „Teehaus“. Auch dort muss jedoch zunächst der Altbau weichen, der in einem schlechten baulichen Zustand ist. Es gab kritische Fragen, ob der als eine Art Flachdach ausgeprägte Dachterrassen-Bereich des neubaus zur Straße hin der städtischen Gestaltungssatzung entspreche. 

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