Arbeiten In der Winterpause großer Umbau im Freibad

Kirchheim / Andreas Volz 13.10.2017

Die Sanierung beginnt mit einem Abbruch: „Das alte Gebäude am Eingang muss weg“, sagt Martin Zimmert, der Geschäftsführer der Kirchheimer Stadtwerke über den großen Umbau im Freibad. Als Neubau ist an dieser Stelle ein kleineres Kassengebäude vorgesehen. Hinzu kommen Lagerräume für die Gastronomie. Einen neuen Restaurantbetrieb oder wenigstens einen Verkaufsstand wird es dort aber nicht mehr geben. Auch Umkleideräume und Duschen fallen im Eingangsbereich weg.

Das alles „wandert“ während der Wintermonate an die Stelle des alten Bademeisterhäuschens, das 90 Jahre nach seiner Entstehung ebenfalls abgerissen wird. Anstelle des altvertrauten Häuschens entsteht der neue zentrale Platz des Kirchheimer Freibads, auf den auch der Name der ehemaligen Gaststätte, „Hutten­insel“, übertragen wird.

Rund um den Platz gruppieren sich neue Gebäude: Umkleiden, Duschen und Toiletten für die Badegäste, Räume für das Personal, aber auch ein neuer Kiosk. Die Versorgung mit Speisen und Getränken erfolgt künftig also zentralisiert in Beckennähe. Trotzdem sind die Lagerräume für den Kiosk am Eingang vorgesehen – um zu gewährleisten, dass die Anlieferung auch weiterhin unabhängig vom Badebetrieb funktioniert. Dass zwischen dem Ende der Badesaison und dem Abbruch der alten Hutteninsel ein paar Tage vergangen sind, sei allerdings kein Zeichen der Untätigkeit, betont Martin Zimmert.

In dieser Zeit seien wichtige Vorarbeiten erfolgt, ohne die der Abriss gar nicht möglich gewesen wäre, unterstreicht er: „Da gibt es manche Dinge, die man abstellen oder verlegen muss – aber erst dann, wenn die Saison auch wirklich vorbei ist.“

Außerdem sei der gesamte Gebäudekomplex erneut und besonders gründlich auf Schadstoffe untersucht worden. „Die Trennung einzelner Stoffe ist auch noch ein wichtiges Thema. Der große Bagger kann erst anrollen, wenn zum Beispiel die Fenster schon ausgebaut sind.“ Aber auch dann werde das Restgebäude „nicht einfach „zusammengeschmissen, sondern unter Re­cycling-Gesichtspunkten in seine Einzelbestandteile zerlegt.

Der Blick in die Zukunft fällt bei Martin Zimmert noch verhalten aus, weil er nicht abschätzen kann, ob sich der Bauzeitenplan eins zu eins umsetzen lässt: „Eine Winterbaustelle hat immer ihre Tücken“, stellt er fest. Frost und Schnee können zu Verzögerungen führen, selbst bei Gewerken, an die der Laie nicht als erstes denken würde: „Bei Minusgraden wird auch das Fliesen sehr schwierig.“ Was allerdings schon feststeht, sind die Auswirkungen auf den Beginn der Badesaison 2018: „Die Eröffnung verzögert sich auf jeden Fall. Vorgesehen ist bis jetzt der 12. Juni.“ Mit Mitte oder gar Anfang Mai, wie es die Kirchheimer Badegäste gewöhnt sind, dürfte es also eher nichts werden.

Trotzdem will Martin Zimmert auch Verschiebungen nach vorne nicht völlig ausschließen: „Wenn die Baustelle gut läuft, können wir vielleicht auch schon etwas früher mit einem provisorischen Badebetrieb beginnen.“ Genaueres dazu lasse sich aber erst im Januar oder Februar sagen.

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