Göppingen Impulsgeber für technische Bildung

Professor Wolfgang Coenning, OB Guido Till und Professor Helmut von Eiff (v.l.) stellten Angebote im geplanten NwT-Bildungshaus vor.
Professor Wolfgang Coenning, OB Guido Till und Professor Helmut von Eiff (v.l.) stellten Angebote im geplanten NwT-Bildungshaus vor. © Foto: David Stellmacher
Göppingen / DAVID STELLMACHER 27.07.2015
Im Oktober eröffnet die Hochschule Esslingen in Göppingen ein Bildungshaus, das mit vielen didaktischen Angeboten für mehr Technikbegeisterung bei Schülern, aber auch bei Lehrern und Erziehern sorgen soll.

"Es ist außerordentlich wichtig, junge Menschen für eine Karriere in der Naturwissenschaft zu begeistern", betonte Peter Väterlein, Professor und Prorektor für Lehre und Weiterbildung an der Hochschule Esslingen, bei der Vorstellung des neuen NwT-Bildungshauses. Ab Oktober soll dieses neue Angebot im Karlshof-Gebäude in Göppingen im Karlstraßen Quartier Impulsgeber für mehr Begeisterung bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen im Bereich der technisch-naturwissenschaftlichen Fächer werden. Das Bildungshaus sei als "Raum für Lehrende, Erziehende und Lernende" konzipiert. Es soll anhand konkreter praktischer Anwendungsbeispiele Wege zu neuen Lehr- und Lernmethoden schaffen. Dazu werden bereits vorhandene Angebote der Hochschule wie "Technolino" für Kindergartenkinder, "Pfiffikus" für Grundschulkinder und die "Schüler-Ingenieur-Akademie" für Gymnasiasten erweitert und unter dem Dach des neuen NwT-Bildungshauses koordiniert.

Neben der naturwissenschaftlich-technischen Bildung im Schulunterricht will das Angebot aber auch gezielt Studenten und Lehrer ansprechen - diese können im Bildungshaus Methoden und Unterrichtskonzepte ausprobieren. Dabei findet eine enge Zusammenarbeit mit der Universität Tübingen statt, die das Projekt wissenschaftlich begleitet. Auch NwT-Lehramtsstudenten aus Tübingen sollen fachdidaktische Seminare in Göppingen zu besuchen.

Oberbürgermeister Guido Till betonte indessen die Bedeutung des Bildungshauses für die Stadt: "Weil Göppingen ein Bildungsstandort ist, entstehen auch Ideen - dieses Verständnis und diese Freude an der Technik ist Grundlage für dieses Bildungshaus." Für die Stadt sei sofort klar gewesen, dass man als Partner der Hochschule bei der Umsetzung des Konzeptes helfen wolle. "Wir werden Ihnen ein treuer Partner sein", versprach er der Hochschule mit Blick auf die kommenden Jahre und sprach zudem den Professoren Wolfgang Coenning, Helmut von Eiff und Peter Väterlein, die die konzeptionelle Arbeit des Bildungshauses leiten, ein Kompliment für ihre jahrelange Arbeit an dem Projekt aus.

Das Bildungshaus, dem jährlich ein Budget von 250 000 Euro zur Verfügung steht, wird sowohl von der Stadt Göppingen als auch von der Vector-Stiftung, dem Arbeitgeberverband Südwestmetall, der Gips-Schüle-Stiftung, der Karl-Schlecht-Stiftung und der Kreissparkasse Göppingen unterstützt.

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