Wer in Göppingen baden gehen will, macht das draußen, im Freibad. Immerhin 1463 „hartgesottene“ Besucher hat es im Freibad seit der Öffnung am 1. April gegeben. Die Anlage im Bodenfeld ist in diesem Jahr deutlich früher als sonst geöffnet worden, Schuld ist nicht der Klimawandel, sondern der Umbau der Barbarossa-Thermen. Die sind seit Anfang des Monats wieder geschlossen, die Um- und Ausbauarbeiten sind in vollem Gange, berichtete EVF-Geschäftsführer und Barbarossa-Werkleiter Dr. Martin Bernhart  im Gemeinderat, der auch die Vergabe einiger Gewerke beschloss.

Bad soll im September fertig sein

Mit dem Stand der Bauarbeiten hatte Bernhart in der vergangenen Woche noch „etwas gehadert“, jetzt gehe es aber richtig gut voran, die Fliesenleger stehen in den Startlöchern. „Die Fläche ist groß, die wollen lieber heute als morgen loslegen“, sagte Bernhart. Im September soll das Bad fertig sein, passend zur Herbst- und Wintersaison, wenn auch die Hartgesottenen lieber drinnen ihre Bahnen ziehen.

Wenn sie Hunger haben, können sie sich an der Theke im Schwimmbad versorgen. Bernhart überlegt, ob die „Innentheke“, deren Ausstattung ohnehin erneuert werden müsse, verlegt werden kann. Etwas weiter weg vom Schwimmbecken. Den Stadträten präsentierte er eine Planungsskizze, in denen die Innentheke ein paar Meter weiter nach Norden verlegt werden könne, etwas näher an die Räume der „Außengastronomie“, die nur für Nicht-Badegäste durch einen gesonderten Eingang von außen zugänglich ist. Im Prinzip verändere sich nicht viel.

Kreis Göppingen

Der neue Thekenbereich sei nach wie vor getrennt von der Außengastronomie, stellte Bernhart klar. Es gebe also keine Hygieneprobleme, wie einige Stadträte in der Sitzung des Verwaltungs- und Finanzausschusses befürchtet hätten. Auch solle die von außen zugängliche Gastronomie erhalten bleiben, der Fokus liege aber auf der Versorgung der Badegäste, sagte Bernhart.

Kostenanschlag wird vielleicht unterschritten

Die Schließung des Gastronomiebereichs für Nicht-Badegäste ist „für die SPD undenkbar, sie ist ganz wichtig für die Bürger“, sagte Stadträtin Heidrun Schellong (SPD). Wenn die Trennung von Innen- und Außenbereich gewährleistet bleibe, signalisierten auch Stadträtin Susanne Weiß (FDP/FW) und Stadtrat Wolfgang Berge (FWG) ihre Zustimmung zum von Bernhart vorgeschlagenen Umbau der Innentheke.

Mit den Baukosten für das Gesamtprojekt liege man im Plan, sagte der Bäderchef. Rund 6,7 Millionen Euro seien verbaut, der Kostenanschlag wird, wenn alles fertig ist, wohl nicht überschritten, wahrscheinlich sogar unterschritten.

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