Göppingen Im künstlichen Koma: Große Sorge um früheren Innenminister Birzele

Frieder Birzele ist schwer erkrankt.
Frieder Birzele ist schwer erkrankt. © Foto: Hans Kumpf
Göppingen / DIRK HÜLSER 19.01.2014
Der frühere SPD-Innenminister Frieder Birzele liegt im künstlichen Koma in der Klinik am Eichert. Familie und Parteifreunde sind in großer Sorge.

Am Freitag wurde er 74 Jahre alt:  Frieder Birzele, unter Erwin Teufel von 1992 bis 1996 SPD-Innenminister der großen Koalition in Stuttgart.  Doch seine Familie ist in großer Sorge um den gebürtigen Göppinger. Nach einer akuten Erkrankung auf einer Urlaubsreise in den USA hat sich sein Gesundheitszustand dramatisch verschlechtert. Frieder Birzele liegt derzeit im künstlichen Koma in der Klinik am Eichert.

„Das macht uns sehr traurig“, sagte am Sonntag Peter Ritz, Kreisrat und Fraktionsvorsitzender der SPD im Eislinger Gemeinderat. Gerade am Sonntag auf dem Uhinger Neujahrsempfang der Sozialdemokraten, bei dem der amtierende Innenminister Reinhold Gall zu Gast war, hätten die Genossen über Birzele gesprochen. Alle seine sich einig gewesen, sagt Ritz, dass der frühere Minister möglichst rasch wieder auf die Beine kommen sollte. „Wir sind im direkten Kontakt zu seiner Frau, die uns immer auf dem Laufenden hält.“

Bereits im Herbst sei Birzele in Florida schwer erkrankt, sagt Ritz. Behandelt wurde er dann in Göppingen. Akut sei nun eine Lungenentzündung hinzugekommen, deshalb hätten die Ärzte der Klinik am Eichert den 74-Jährigen in ein künstliches Koma versetzt. SPD-Kreisvorsitzender Sascha Binder bestätigt, dass Birzele in der Klinik liegt, will sich aber nicht zu Details äußern. Er sagt nur, dass seine letzten Informationen über Birzeles Gesundheitszustand vom vergangenen Freitag stammten – dem Geburtstag des früheren Ministers, der von 1996 an auch Ersten Stellvertretender Präsident des Landtags war.

Frieder Birzele war auch war Vorsitzender des Volkshochschulverbands Baden-Württemberg und saß bis vor wenigen Monaten im SWR-Rundfunkrat. Seit dem Ende seiner politischen Laufbahn 2006 arbeitet er wieder als Rechtsanwalt.