Kreis Göppingen Hospiz will Haus fürs Leben sein

Noch wird im künftigen Hospiz in der ehemaligen Villa Hammer eifrig gewerkelt. Besucher konnten sich ein Bild von der Baustelle machen. Foto: Margit Haas
Noch wird im künftigen Hospiz in der ehemaligen Villa Hammer eifrig gewerkelt. Besucher konnten sich ein Bild von der Baustelle machen. Foto: Margit Haas
Kreis Göppingen / MARGIT HAAS 30.01.2013
Im April wird das Hospiz in der ehemaligen Villa Hammer in Faurndau eingeweiht. Das Interesse daran ist groß. Zur Besichtigung der Baustelle kamen über 50 Besucher aus dem ganzen Landkreis.

"Es wird allerhöchste Zeit, dass der Landkreis ein Hospiz bekommt", stellt Ulrike Klinghofer von der "Frauenselbsthilfe nach Krebs" fest. Sie hatte am Montagnachmittag die Gelegenheit wahrgenommen, die Baustelle des Hospizes des Landkreises, das Ende April eröffnet werden wird, zu besichtigen.

Während die Handwerker in und am Haus noch fleißig arbeiteten, ließen sich die gut 50 Besucher von den Vertretern des Vereins "Hospiz im Landkreis Göppingen" durch die Baustelle führen. Der Vorsitzende Klaus Riegert und Marta Alfia, die das nach dem verstorbenen Pfarrer und Studienleiter der Evangelischen Akademie Bad Boll und langjährigen Vorsitzenden des Fördervereins Hospizbewegung Göppingen, Hermann Schäfer, benannte Haus leiten wird, stellten sich geduldig den Fragen der Besucher und führten sie durch das Haus.

Im Neubau werden die Patienten in hellen und großen Zimmern mit tiefen Fenstern, die den Blick in den alten Park öffnen, eine angenehme Umgebung für die letzte Zeit ihres Lebens finden. Im Altbau der Villa Hammer werden Besucher und Patienten empfangen. Hier findet der Kinder-Hospiz-Dienst des Malteser Hilfsdienstes und der Ambulante Hospizdienst ansprechend gestaltete Räume, die weitgehend in ihren alten Strukturen belassen wurden.

Damit werde das "Pfarrer-Hermann-Schäfer-Haus zu dem Kompetenzzentrum Hospiz im Landkreis Göppingen werden", betonte Riegert, der "überwältigt vom großen Interesse" war. Zwei Faurndauerinnen wollten sich aus erster Hand informieren. "Wir werden älter. Das Thema Sterben treibt einen dann um. Wenn mir sonst niemand mehr helfen kann, möchte ich hierher", stellte eine allein stehende Dame resolut fest. Und war sich am Ende des Rundganges durch die Baustelle mit allen anderen Besuchern einig: "Schön ist dieses Haus und ein guter Platz für alle, die darauf angewiesen sind." Das stationäre Hospiz im Landkreis Göppingen will ein Haus fürs Leben sein. Es steht unter dem Motto "Leben in Würde bis zum Ende, medizinisch, pflegerisch und spirituell betreut, geborgen und begleitet".

In diesem Haus werden nicht nur kranke Menschen in ihrer Lebensendphase Gastrecht genießen, sondern auch Angehörige, die sie dabei begleiten möchten. Zunächst wird für acht Patienten gebaut. Das Hospiz kann aber jederzeit erweitert werden.

www.hospiz-goeppingen.de

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