Filmdreh Hollywood-Team lobt schwäbischen Humor und Kuchen

Hollywood-Schauspieler Matthias Hues (links) bei den Dreharbeiten zu »Ultimate Justice« in Göppingen. Der Action-Darsteller liebt die Natur zwischen Hohenstaufen und Helfenstein und den Humor der Schwaben.
Hollywood-Schauspieler Matthias Hues (links) bei den Dreharbeiten zu »Ultimate Justice« in Göppingen. Der Action-Darsteller liebt die Natur zwischen Hohenstaufen und Helfenstein und den Humor der Schwaben. © Foto: Heiko Herrmann
Göppingen / CONSTANTIN FETZER 14.11.2014
Hollywood kam nach Göppingen: Bei den Dreharbeiten zum Martial-Arts-Film „Ultimate Justice“ zeigten sich die beiden US-Schauspieler Matthias Hues und Marc Dacascos vom Landkreis sehr angetan.
„Der Landkreis bietet eine so schöne Kulisse – ich wollte unbedingt hier drehen“, berichtet Rüdiger Kümmerle, Produzent des Films „Ultimate Justice“. Kümmerle kennt sich in der Region aus: Er ist in Geislingen geboren und in Göppingen-Faurndau aufgewachsen. Heute lebt er mit seiner Familie in China und leitet dort Unternehmen im Industriebereich.

Zum Film kam er eher zufällig – er wurde in Martial-Arts-Filmen für verschiedene Rollen engagiert und knüpfte in der Branche Kontakte. „Ich habe mich schon immer für dieses Genre interessiert und als sich die Gelegenheit ergab, dort mitzuspielen, habe ich mich sehr gefreut.“ Unter anderem mit Big Mike Leeder, der sich in zahlreichen Hollywood-Produktionen als Stunt-Koordinator einen Namen gemacht hat, gründete er die Produktionsgesellschaft „Silent Partners“, die sich auf die Streifen im Kampfsport-Genre spezialisiert hat.

Im September feierte das Erstlingswerk „One Million K(l)icks“ im Göppinger Staufen Movieplex Premiere. Auch das war eine Hommage an Kümmerles alte Heimat, in der nun das Filmteam an verschiedenen Schauplätzen ideale Drehorte für das neue Projekt gefunden hat. Szenen wurde unter anderem am ehemaligen Zollamt am Göppinger Bahnhof gedreht, auf dem neuen Schlossplatz, auf dem Dach des Frey-City-Centers sowie in der Göppinger Innenstadt – aber auch in der Natur zwischen Grünenberg und Unterböhringen. Kulisse für den Film sind auch die Rehaklinik Bad Boll und weitere Schauplätze in der Region, in der sich die US-Schauspieler sichtlich wohl fühlten.

Mark Dacascos zum Beispiel, der als Darsteller unter anderem im Streifen „Hawaii Five-O“ zu sehen war, hat sich in die Göppinger Innenstadt verliebt. „Die Stadt hat eine sehr schöne Fußgängerzone – das gibt es in Los Angeles nicht“, sagt er und genießt in einem Göppinger Café eine der schwäbischen Kuchenspezialitäten, die er besonders mag. Zum ersten Mal ist er in Deutschland, um einen Film zu drehen, und er ist sichtlich begeistert: „Die Menschen hier sind sehr nett.“

In der Szene ein wahrer Star ist ebenfalls Matthias Hues, ein Hüne, der bereits in zahlreichen Blockbustern als böser Bube mitgespielt hat. Er gilt als Meister seines Fachs, und auch er hat sich in die Natur zwischen Hohenstaufen und Helfenstein verliebt. „So eine Ruhe – das gibt es in Hollywood nicht“, meint er. Auch gefällt ihm der Humor der Schwaben. Er unterhält sich gerne mit den Menschen – zum Beispiel in einem Sportstudio in Bad Boll, wo er trainiert, wenn er frei hat.

Die Dreharbeiten sind inzwischen abgeschlossen. „Es freut mich, dass die Filmcrew die Idee, hier im Landkreis Göppingen zu drehen, sehr gut angenommen hat,“ sagt Kümmerle, „und wir überall auch mit offenen Armen empfangen wurden. Den Darstellern gefällt die Region genauso gut wie mir – das gibt mir natürlich die Bestätigung, dass es richtig war, das Projekt hier zu machen.“

Info Martial Arts ist ein besonderes Genre des Kampffilms, das eine große Fangemeinde hat. In Rüdiger Kümmerles Produktionen wird auf Spezialeffekte verzichtet und viel Wert auf realitätsnahe Darstellung geachtet. In Göppingen führte Martin-Christopher Bode Regie, der mit seinen Kurzfilm „Eine gute Geschichte“ für einen Oscar nominiert ist.

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