Tübingen/Göppingen HNO-Notfallpraxis startet

SWP 10.10.2014
An der Uniklinik Tübingen wird am Samstag eine HNO-Notfallpraxis eröffnet, die auch für den Kreis Göppingen zuständig ist. Hiesige Ärzte sind eingebunden.

Der Göppinger HNO-Arzt Dr. Michael Jaumann, Koordinator für den HNO-Dienst der Kassenärztlichen Vereinigung im Land, begrüßte die Gründung der Praxis. "Wir bieten damit den Patienten der Region HNO-fachärztliche Leistungen an, wenn sie am Wochenende oder Feiertagen akute Schmerzen oder Probleme haben, die ein HNO-Arzt untersuchen sollte. Dazu gehören etwa ein plötzlich auftretender einseitiger Hörverlust, starke Blutungen aus der Nase, akuter Schwindel oder ähnliches."

Für den stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden der Kassenärztlichen Vereinigung Baden-Württemberg (KVBW), Dr. Johannes Fechner, ist der Start der Notfallpraxis ein wichtiger Baustein in der Reform des Notfalldienstes. "In den letzten zwei Jahren haben wir den Notfalldienst im gesamten Land auf eine neue Basis gestellt. Heute übernehmen zentrale Notfallpraxen an den Wochenenden und Feiertagen im gesamten Land die Versorgung. Lediglich im Landkreis Tübingen wird der Notfalldienst noch in der herkömmlichen Struktur geleistet. Umso mehr freue ich mich, dass wir nun im HNO-Bereich eine Notfallpraxis in Tübingen gründen."

Für den Leitenden Ärztlichen Direktor und Vorstandsvorsitzenden des Uniklinikums Tübingen, Prof. Dr. Michael Bamberg, ist die Gründung ein gutes Zeichen für die zunehmend engere Zusammenarbeit zwischen dem ambulanten und dem stationären Sektor. "In unseren Augen wird damit eine wichtige Serviceverbesserung für kranke Menschen erreicht, da das Klinikum gut erreichbar ist und die Suche nach der jeweiligen diensthabenden Notfallpraxis an bisher wechselnden Orten entfällt. Stellt sich bei schwereren Erkrankungen heraus, dass eine stationäre Unterbringung erforderlich ist, können die erfahrenen niedergelassenen Kollegen direkt die Spezialisten unserer hervorragend ausgestatteten HNO-Uniklinik hinzuziehen, die Patienten sind jederzeit bestens versorgt."

Der Ärztliche Direktor der HNO-Klinik, Prof. Hans-Peter Zenner, sieht für die Patienten folgende Vorteile: "Zum einen erhoffen wir uns kürzere Wartezeiten in unserer Notaufnahme. Zum anderen können die niedergelassenen Kollegen die Infrastruktur des Krankenhauses mit nutzen. Falls der Patient so schwer erkrankt ist, dass er stationär behandelt werden muss, ist er schon am richtigen Ort."
 



Info: Die HNO-Notfallpraxis an der Uniklinik Tübingen, Elfriede-Aulhorn- Straße 5, hat an den Wochenenden und Feiertagen von 8 bis 20 Uhr geöffnet. Ihr Einzugsbereich umfasst die Landkreise Tübingen, Reutlingen, Zollernalb, Göppingen, Esslingen und Böblingen. Alle HNO-Ärzte, die in diesen Landkreisen niedergelassen sind, leisten in der Notfallpraxis abwechselnd Dienst.