Göppingen Hiobsbotschaft der MAG: Prognose verfehlt

Göppingen / WOZ 26.01.2012

Die Firma MAG IAS GmbH kommt nicht aus den Schlagzeilen. Der Konzern, in dem vor Jahren unter anderem die ehemaligen Unternehmen Boehringer in der Stuttgarter Straße in Göppingen und Ex-Cell-O aus Eislingen aufgegangen sind, verbreitete gestern schlechte Nachrichten. Die Ende September anvisierte Ergebnisprognose könne nicht gehalten werden. Im September hatte die Führung bereits ein negatives Ergebnis vorausgesagt. Im November standen plötzlich neue Manager an der Konzernspitze. Die Auftragsbücher sind offenbar proppenvoll. Der Auftragseingang konnte gegenüber dem Vorjahr um 58 Prozent gesteigert werden. Dennoch musste das Unternehmen jetzt einräumen, weiter in der Krise zu stecken. "Zwar wurde der Jahresabschluss noch nicht erstellt, jedoch rechnet die Geschäftsführung für das abgelaufene Jahr mit einer sehr deutlichen, derzeit aber noch nicht bezifferbaren Verschlechterung des Ergebnisses der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit", heißt es in der Pressemeldung.

Zur Begründung für die Hiobsbotschaft teilte das Unternehmen mit: Die Ergebnissituation 2011 ergibt sich unter anderem aus der Abwicklung margenschwacher Aufträge aus dem Krisenjahr 2010, aus den hohen Verwaltungskosten, aus restrukturierungsbedingt gestiegenen Sonderaufwendungen sowie aus Kosten der Finanzierung. Im November hatten die Finanzinstitute die bestehenden Kreditlinien aufgestockt. Derzeit sei der mittelfristige Finanzierungsbedarf gedeckt, heißt es in der Mitteilung. Die MAG IAS GmbH mit Sitz in Göppingen ist Teil eines weltweit agierenden Maschinenbaukonzerns. Das Unternehmen macht 90 Prozent der MAG Europe aus und verfügt über fünf Produktionsstandorte in Deutschland mit 1600 Mitarbeitern.